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Laminat versiegeln: was Sie vorab wissen sollten

Muss ein Laminat wie ein Parkett versiegelt werden, oder ist eine Versiegelung hier überflüssig? Wie sieht eine Laminatversiegelung eigentlich aus und wie funktioniert diese? Kann ich das selbst, oder brauche ich einen Handwerker, um mein Laminat zu versiegeln? Solche und ähnliche Fragen tragen Kunden immer wieder an unsere Boden-Profis heran. Wir möchten Sie bestmöglich informieren und geben Ihnen daher bereits auf dieser Seite eine erste Orientierung, was Sie beim Versiegeln des Laminats wissen und berücksichtigen sollten.
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Muss ich Laminat versiegeln?

Ein klares Jein! Zugegeben, so klar ist diese Antwort natürlich nicht, aber es kommt schlichtweg darauf an, was mit dem Laminat geschehen soll. Grundsätzlich enthält klassisches Laminat zwar eine Holzfaserplatte im Inneren des mehrschichtigen Aufbaus, die Oberfläche besteht jedoch lediglich aus einer Dekorfolie. Diese ist bereits ab Werk mit dem sogenannten Overlay, meist einer dünnen Melaminharzschicht versehen. Diese soll die Oberfläche vor äußeren Einflüssen schützen und beispielsweise Kratzer oder Dellen verhindern. Überwiegend dient diese Schicht aber als Schutz gegen Feuchtigkeit von außen. Ist es also nötig, Laminat zusätzlich zu versiegeln?

Bildquelle: © miket - Fotolia.com

Das ist es immer dann, wenn Sie das Produkt verändern, beispielsweise zuschneiden. An den Kanten, an denen geschnitten wurde, ist nach dem Sägen kein Schutz mehr vorhanden. Auch beim Verlegen des Laminats entstehen Schwachpunkte, die Sie mit Hilfe des Versiegelns minimieren können. Dort, wo die einzelnen Laminatdielen aufeinandertreffen, befinden sich Fugen und damit potenzielle Schwachstellen. Denn genau hier ist das Laminat nicht mehr wasserdicht und Feuchtigkeit, beispielsweise nach dem Wischen des Bodens, kann eindringen. Eine zusätzliche Versiegelung soll genau das verhindern und den Laminatboden im Ganzen wasserfest machen. Flächendeckend muss also nicht immer versiegelt werden, an Fugen und Kanten ist es aber durchaus sinnvoll.

Womit kann ich Laminat versiegeln?

Laminat versiegeln funktioniert mit verschiedenen Mitteln. So können Sie beispielsweise eine ganz natürliche Versiegelung wählen, die auf Wachs- oder Ölbasis aufgebaut ist. Diese haben den Vorteil, dass sie meist sehr schadstoffarm oder gar schadstofffrei sind, dafür aber den Nachteil, dass der Trocknungsprozess nach dem Versiegeln relativ lange dauert.

Lösungsmittelhaltige Laminatversiegelungen hingegen sind nicht nur meist schneller trocken, sondern bieten in der Regel auch einen längeren Schutz gegen Feuchtigkeit. Allerdings gilt es hier, bei der Verarbeitung gewisse Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um die austretenden Dämpfe nicht einzuatmen.

Als dritte Variante gibt es die Möglichkeit, Laminat mit einer Nanoschicht zu versiegeln. Diese Schutzschicht besteht aus kleinsten Mikroteilchen, die sich als äußerst robuste und wasserabweisende Schutzschicht auf die Oberfläche des Bodens legen. Mit rund 30 Euro pro Liter ist diese Art der Versiegelung jedoch wesentlich teurer als die beiden zuvor genannten Möglichkeiten.

Worauf muss ich bei der Laminatversiegelung achten?

Wichtig ist nicht nur das richtige Produkt zu finden, sondern auch die optimale Vorbereitung des Laminatbodens. Achten Sie darauf, dass dieser vor dem Versiegeln gründlich gereinigt wurde und möglichst staubfrei und trocken ist. Im Handel gibt es spezielle Vorreiniger, die mögliche Fettrückstände vom Laminat entfernen, sodass die anschließend aufgetragene Versiegelung möglichst gut haften kann. Der optimale Zeitpunkt zum Versiegeln ist zeitnah nach der Verlegung des Bodens. Warten Sie zu lange, nehmen Sie das Risiko, das Schnittkanten und Fugen bieten, unnötig lange in Kauf.

Kann ich die Versiegelung selbst übernehmen?

Grundsätzlich können Heimwerker ihr Laminat selbst versiegeln. Eine Schwierigkeit besteht jedoch darin, das gewählte Produkt nur hauchdünn aufzutragen, um unschöne Schlieren und Unebenheiten zu vermeiden. Sinnvoll ist es, die ganze Fläche optisch in einzelne Abschnitte zu teilen, mit einem glatten Spatel zu arbeiten und Stück für Stück vorzugehen.

Nach dem Auftragen sollten Sie das Laminat zusätzlich mit einem Tuch nachpolieren. Empfehlenswert sind hier fusselfreie Mikrofaser-Stoffe. Sind diese Schritte abgeschlossen, gehen Sie zum nächsten Teilabschnitt des Laminatbodens. Achten Sie ergänzend bitte darauf, den Boden erst zu betreten, wenn die Schutzschicht komplett getrocknet ist, um sie nicht zu beschädigen.

Wie oft muss ich mein Laminat versiegeln?

Eine gute Versiegelung hält einiges aus. Im Laufe der Zeit nimmt jedoch auch die Güte dieser Schutzschicht ab und sie sollte erneuert werden. Zwar stehen auf den Verpackungen der verschiedenen Produkte meist bestimmte Zeitangaben, besser ist es jedoch, wenn Sie das Versiegeln des Laminats nach Bedarf vornehmen. Prüfen Sie Ihren Fußboden hin und wieder auf kleinere Risse oder Beschädigungen der Versiegelung. Besonders an Stellen, die häufig verschmutzt und anschließend gereinigt werden, leidet diese am schnellsten. Sind Sie sich unsicher, können Sie ergänzend einen Fachmann zu Rate ziehen und sich dort erkundigen, ob eine Wiederholung des Versiegelns nötig ist oder nicht.

Wo finde ich Profis, die Laminat versiegeln?

Nicht jeder möchte die Versiegelung selbst übernehmen. Sofern Sie auf der Suche nach einem kompetenten Fachmann sind, der Ihnen diesbezüglich weiterhilft, unterstützen wir Sie gerne. Nutzen Sie hierfür einfach unsere kostenlose Branchensuche oder senden Sie uns eine unverbindliche Anfrage über unser Kontaktformular. Wir helfen Ihnen dabei, Ihren Boden optimal zu schützen!

Viele weitere Informationen zur Pflege von Laminatfußböden haben wir Ihnen in unserer Übersicht zusammengestellt.