Qualitätskriterien für Laminat auf einen Blick

7. Oktober 2020
So schön die Vielseitigkeit von Laminat auch ist, so schwer fällt auch die Auswahl. Wir von boden-profis.de nennen Ihnen die wichtigsten Qualitätskriterien, die ein Laminat zu einem guten Laminat machen. Es gibt tatsächlich mehr zu beachten, als Laien zunächst annehmen würden. Doch wenn Sie ein paar Punkte in Bezug auf Aufbau, Material und Stärke beachten, finden Sie ganz leicht Ihren Favoriten aus der Vielzahl aller angebotenen Sorten.
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LaminatQualitätskriterien für Laminat

Qualität von Laminat beurteilen: die Kriterien

Je nach Wohnbereich muss ein Laminatboden unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Dieser wird mit Hockern,
Stühlen und einem Eingangsbereich gut beansprucht und sollte deshalb eine entsprechende Qualität aufweisen. |
Bildquelle: © arsdigital - Fotolia.com

Laminat wird klassisch in Dielenform produziert und angeboten. Bis es im Laden landet, finden aber einige Produktionsschritte statt. Typischerweise sieht der Aufbau dieses Bodenbelags mehrschichtig aus. Kernstück jeder Paneele ist eine Trägerplatte aus Holzfaser. Obenauf befindet sich eine Dekorfolie aus Kunststoff, die mit Melaninharz imprägniert wurde. An der unteren Seite der Trägerplatte befindet sich der Gegenzug, der ein Verformen des Materials verhindern soll.

Je nachdem, welche Arten Laminat nun ausgewählt werden, kommen zusätzliche Schichten hinzu, so kann ein Laminat beispielsweise eine integrierte Trittschalldämmung aufweisen. Sorten, die für besonders hohe Beanspruchungen deklariert sind, erhalten ein zusätzliches Kraftpapier zwischen Trägerplatte und Obermaterial. Und Laminat aus einem anderen Material wie beispielsweise Vinyllaminat, besitzen statt der Holzfaser- eine Kunststoffplatte. Je mehr Schichten ein Laminat aufweist, umso stabiler scheint es zunächst. Doch der Aufbau ist nicht das einzige Qualitätskriterium.

Länge & Breite: Welche Größe ist bei Laminat am besten?

Laminat wird in unterschiedlichen Größen angeboten. Standard ist heute eine Länge von 1.285 mm und eine Breite von etwa 192 bis 194 mm. Doch auch andere Größen sind möglich, je nachdem welche Sorte ausgewählt wird. Längere und kürzere Dielen haben Vor- und Nachteile. So kommt eine lange Diele mit 2.000 mm mit weniger Fugen aus, verlangt aber auch ein gewisses Können beim Verlegen. Denn Laminat dieser Länge kann durchaus etwas unhandlich werden.

Auch die Verlegeart sollte mit der gewählten Qualität zusammenpassen. Wird geklebt, eignen sich kürzere Paneele, wird schwimmend verlegt, dürfen es auch längere sein. Auch optisch sehen Sie hier einen Unterschied zwischen den einzelnen Qualitäten. Kürzere Laminatplatten erinnern optisch eher an Parkett, längere geben ein ruhigeres Gesamtbild ab, das vor allem bei großen Bodenflächen gerne gewählt wird.

Wie dick muss ein Laminat sein?

Nicht nur die Länge, auch die Dicke des Bodenbelags ist beim Laminat entscheidend für seine Qualität. Die günstigsten Sorten weisen meist einen sehr flachen Aufbau auf. Lediglich fünf bis sechs mm dick sind hier die Paneele. Für geringe Beanspruchung genügt diese Qualität, beispielsweise im ohnehin nur selten genutzten Gästezimmer. Für höher frequentierte Bereiche empfehlen wir jedoch ein Laminat mit besserer Stärke. Acht mm sind eine gute Qualität für den Hausgebrauch, zehn und mehr bei starker Belastung empfehlenswert.

Welche Nutzungsklasse brauche ich?

Wichtiger Faktor beim Beurteilen der Qualität eines Laminats ist seine Nutzungsklasse, die direkt mit der Stärke des Bodens zusammenhängt. Hier reichen die verschiedenen Arten von sehr geringer Beanspruchung bis hin zu höchsten Anforderungen an den Fußboden. Unterschieden wird in gewerbliche und private Nutzung, da die Ansprüche sich hier stark unterscheiden können.

Die Stärke des Laminats ist ein Qualitätskriterium, das auch Laien schnell mit bloßem Auge erkennen können. Beachten Sie zusätzlich die angegebene Nutzungsklasse auf der Verpackung, steht dem Finden der richtigen Sorte nichts mehr im Weg. Gerade bei der Dicke der Nutzschicht zeigt sich die Qualität erst nach längerer Nutzung. Im Gegensatz zu Parkett können Sie Laminat nicht abschleifen und so renovieren. Eine geeignete Dicke der Nutzschicht zu berücksichtigen, lohnt sich also von Anfang an.

Widerstandsfähigkeit des Materials: wasserfest und kratzsicher

Egal welches Laminat Sie auch nehmen, komplett geschützt vor Kratzern und Stößen ist keine der angebotenen Sorten. Doch die Dicke der Oberschicht, sei sie nun aus Kunststoff oder aus Melaninharz, kann durchaus den einen oder anderen Kratzer abhalten. Vorausgesetzt sie ist von hoher Qualität. Je dicker die Laufschicht, desto widerstandsfähiger gegen Kratzer ist das Laminat in der Regel.

Wie Parkett ist auch Laminat wasserempfindlich. Doch nicht jedes Produkt quillt gleich auf. Achten Sie darauf, dass das Material ab Werk ordentlich versiegelt wurde, oder lassen Sie eine fachgerechte Versiegelung nachträglich durchführen. Vor allem im Bereich der Fugen ist dieser zusätzliche Schutz sinnvoll und ein Gewinn für eine langlebige Qualität des Bodens. Wenn Sie das Problem Wasserschaden am Laminat von vornherein umgehen möchten, können Sie auch zu einem Laminat aus Kunststoff greifen. Denn dieses Material nimmt die Feuchtigkeit, anders als das konventionelle mit Holzfaserplatte, nicht auf. Eine andere Qualität, die sich aber auch am höheren Preis zeigt.

Qualität vom Profi

Gute Qualität ist gar nicht schwer zu finden, wenn man weiß, wonach man sucht. Sind Sie sich im Umgang mit den wichtigsten Qualitätskriterien noch unsicher, ist das gar kein Problem. Ihr Fachmann steht bereit und freut sich, Sie beraten zu dürfen. Wo Sie den nächsten Fachbetrieb finden, verraten wir Ihnen transparent und völlig kostenfrei über unser Kontaktformular.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Laminat

Laminat auf Fliesenboden mit Fußbodenheizung

Kann ich Laminat auf den bestehenden Fliesenboden legen bei vorhandener Fußbodenheizung?
Antwort von objekt & raumdesign Hillmann

Wenn das Laminat eine Zulassung dafür hat, kann man es auf Fußbodenheizung verlegen. Darüber kann der jeweilige Hersteller Auskunft geben. Am besten einen möglichst dünnen Boden, oder einen Vinylbodenbelag zur schwimmenden Verlegung, wählen.
Die Trittschallunterlage sollte dann im System dazu passen. Am besten eine Unterlage mit hoher Dichte wählen, damit die Wärme besser transportiert wird.

Neuer Bodenbelag für Fußbodenheizung: Laminat geeignet?

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Antwort von Powerstoff Technologies UG

Guten Tag,
zunächst einmal stellt sich die Frage was liegt im Moment auf Ihrem Boden?
Gibt es alten Teppich, Fliesen oder ist der Untergrund bereits verlegefertig, also Estrich?
Warum sollte ein Vinylboden nicht für Fussbodenheizungen geeignet sein?
Qualitativ hochwertige Vinylböden sind mittlerweile extrem strapazierfähig. Wir verwenden im Industrie und Objektbereich fast ausschliesslich Vinyl, weil kein anderes Material so viele Vorteile in sich vereint und so langlebig ist.

Allerdings darf es dann keine billige Baumarktqualität sein. Von außen sind die Unterschiede für den Laien nicht einfach zu erkennen. Vinyl gibt es in unzähligen Optiken, vom Holzdesign und -struktur bis hin zu Betonoptik.
Laminat verwendet man aufgrund der bekannten Nachteile (lauter Trittschall, Fusskalt, Feuchteempfindlichkeit, Abrieb, schlechte Reparatureigenschaft, etc) nicht mehr im Objektbereich.

Mit besten Grüßen
Uwe Jäger
Technologieberater Fussbodentechnik

Bodenbelag auf Fußbodenheizung ersetzen: Aufwirkungen auf Wärmeintensität?

Wir haben eine elektrische Fußbodenheizung aus den 80iger Jahren im Estrich verlegt und darüber Teppichboden. Was ist zu beachten bzw. wie ist die Wärmeintensivität, wenn wir den Teppich gegen Fliesen oder Laminat ersetzen?
Antwort von Willi Wunderlich

In der Regel sind Fliesen der bessere Wärmeleiter als Teppich oder Laminat.

Bei Laminat ist vorher unbedingt der Hersteller zu befragen oder die ausführende Fachfirma.
Da Laminat noch auf einer Gleitschicht verlegt wird dürfte das wohl die nicht so gute Lösung sein. Bitte beachten Sie bei Ihrer Wahl auch, dass Fliesen beim begehen mehr Geräusche verursachen als Teppichboden oder Laminat.

Ich persönlich würde zu Fliesen tendieren, falls nicht grad wer darunter wohnt der gestört werden kann.

Kann man einen Korkfußboden streichen

Wir haben Korkfussboden, der eigentlich noch gut ist. Kann man einen Fußboden streichen ?
Antwort von Bodenpoint

Man kann den Korkfußboden einpflegen( sieht aus wie Lack)
oder mit Lack überversiegeln. Den Lack kann man auch einfärben in eine bestimmte Farbe.
Und man kann den Kork schleifen(Staubfrei), da ein Kork ausbleicht wird dieser wieder wie neu.

Ständerwand im Neubau schief - Kosten für Begradigung?

Eine Ständerwand im Neubau ist schief. Fläche etwa 10 m2. Was kosten die Begradigung, samt aller begleitenden Arbeiten (elektro-, fliesen-,tapezier-,malen-laminatverlegen-,putzarbeit)?
Antwort von Malermeister Marcus Paul

Das kann man erst sagen wenn man es sieht wir hatten mal eine solchen Fall, damals hatten wir die gesamte Wand einfach verschoben man muss aber dazu sagen, sie stand auf einer rohen Estrichfläche.

zweite Variante, einfach aufdoppeln.

Laminat durch kochendes Wasser geschädigt?

Ich hätte eine Frage und hoffe auf Ihre Hilfe. Mir ist gestern ein Malheur passiert und dabei lief so circa ein Liter kochend heißes Wasser auf meinen Laminatboden. Ich habe es aber direkt mitbekommen und gleich aufgewischt. Bin aber nun dennoch deswegen besorgt. Reicht diese Menge und Zeit aus, dass Feuchtigkeit oder gar Schimmel unter dem Laminat entstehen kann? Ist sehr heißes Wasser schlimmer für das Laminat als kaltes; durchdringt heißes womöglich noch schneller die Laminatfugen? Wäre Ihnen für eine Antwort hierauf wirklich sehr dankbar!
Antwort von FM Allservice

Da Sie schnell reagiert haben, würde ich mir jetzt keine Sorgen machen. Der Laminatboden würde dann sich ausdehnen oder "verbeugen" wenn die Feuchtigkeit durchgehend vorhanden ist. Wenn Sie dennoch ihre sein möchten, würde ich 24Stunden ein Entfeuchter in dem Raum stellen.

Luft-Bodenheizung im Wohnmobil: Welcher Fußboden eignet sich?

Wir planen eine Luft-Bodenheizung im Wohnmobil. Welcher Bodentyp eignet sich dafür? (Teppichboden wollen wir nicht.) Die Luft wird heißer (ca. bis 50°C) als bei einer Wasserheizung. Kann ich dann trotzdem Laminat verwenden?
Antwort von CB Raumgestaltung

Hallo,

die meisten Böden wie Laminat, Kork, PVC, Vinyl, dürfen auf Fußbodenheizung mit max. 28°C verlegt werden (je nach Hersteller). 50°C ist für jeden Boden (außer Fliesen, Steinboden) zu hoch. Ich empfehle einen Lederboden zu wählen, der ist sehr robust und hitzebeständig bis 150°C, allerdings sehr teuer. Andernfalls werden Sie wohl um einen Teppich nicht herum kommen. Aber auch hier ist auf das Rückenmaterial zu achten, ich empfehle z. B. einen Sisal (Kokosmatte).

Beste Grüße aus Weinheim
C. Berger

Sanierung einer 140 m2 Souterrainwohnung: Kosten?

Eine 140 m2 Souterrainwohnung soll rundum saniert werden. Dazu zählen folgende Arbeiten: - Elektrik - komplette Heizung - Küche - 7-8 neue Fenster, ohne Rollos - Böden - komplettes Bad - Gäste WC Mit welchen Kosten ist zu rechnen? Wer kann mich bei diesem Projekt unterstützen?
Antwort von Alpha Bau GmbH

Ihre Angaben sind leider dürftig. Für ein gutes Angebot ist eine Besichtigung erforderlich.
Der Preis liegt bei ca. 350 € /m² netto, inkl. Malerarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen
i.A. Bauer

Silikatplatten auf Laminat legen?

Wenn eine Innenwand mit Silikatplatten gedämmt werden soll, aber Laminat auf dem Fußboden liegt, muss dieser zunächst entfernt werden, damit die Platten auf dem Fußboden aufliegen? Oder kann man die Platten auch auf das Laminat stellen (Stichwort Kältebrücke?)
Antwort von Gratt Bautenschutz

Guten Tag,

grundsätzlich gehört die Platte bis unter das Laminat !
Allerdings ist dieses manchmal nicht möglich, bzw. der Kunde verzichtet drauf.
Dann sollte zumindest eine Entkopplung stattfinden mit einem Entkopplung-streifen.


Mit freundlichen Grüßen

Gratt Bautenschutz
(Meister Holz- und Bautenschutz)

Was ist der beste Bodenbelag für eine Fußbodenheizung?

Bei der Auswahl des richtigen Bodenbelages für mein Neubauhaus erhalten ich immer wieder verschieden Aussagen. Ich habe eine Warmwasserfußbodenheizung. Nun sagen die Einen, Vinyl wäre die beste Wahl wegen der guten Wärmeleitfähigkeiten, die Anderen sagen Vinyl würde Wellen bilden weil es sich ausdehnt bei Wärme und ich soll auf jeden Fall Laminat nehmen. Ich hoffe Sie können mir einen Rat geben.
Antwort von FF-Dienstleistungen Innenausbau und Raumausstattung

Ich würde Ihnen grundsätzlich zu folgender Entscheidung raten: Ob Sie Vinyl oder Laminat nehmen, ist wegen der Fußbodenheizung völlig egal, denn sowohl und jetzt kommt es: Qualitativ hochwertiger Laminat, genauso wie hochwertiger Vinylboden, kann problemlos auf einer Fußbodenheizung verlegt werden. Der Laminatboden dehnt sich im übrigen genauso aus, wenn nicht sogar noch mehr als Vinyl, denn wenn man sich einmal die Verlegeanleitungen verschiedener Vinyl und Laminatböden ansieht, so ist die Luft die umlaufend zu festen Bauteilen einzuhalten ist, beim Vinyl sogar geringer wie beim Laminat. Ein großer Virteil beim Vinyl ist die geringere Aufbaustärke und die eher unkomplizierte Reaktion wenn mal Zuviel Wasser auf den Boden kommt. Bei Fragen erreichen Sie uns gerne unter 069-90737873. Schauen Sie sich z.B. Mal die Vinylböden von Brillux an oder Laminatböden von Parador oder Haro.

Gruß FF Dienstleistungen
Innenausbau und Bodenverlegung
www.ff-innenausbau.de

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