Laminat im Test: was aktuelle Testberichte zeigen

7. Oktober 2020
Laminat ist günstig, sieht schön aus und passt eigentlich in jeden Wohnraum. So weit, so gut. Doch hält der Bodenbelag auch, was die Hersteller versprechen? Unabhängige Tests zeigen, wie gut er wirklich ist und welche Kriterien auch für Sie bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen sollten.
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Laminat im Test: Ergebnisse von Stiftung Warentest

Wie stark Laminatböden beansprucht werden können hat Stiftung Warentest untersucht

Ein ausgezeichnetes Mittel, um die verschiedenen Laminatsorten fernab jeglicher Werbeversprechen von Herstellern und Handel zu betrachten, sind unabhängige Tests. Denn nur wenn ein Test von einem neutralen Beobachter durchgeführt wird, können Kunden auf seine Objektivität vertrauen. Oftmals sagen die Testergebnisse wesentlich mehr aus als die Deklaration auf der Verpackung. So auch beim letzten verfügbaren Test für Laminat, den die Stiftung Warentest im Sommer 2009 durchführte. Dieser Test ist zwar nicht mehr taufrisch, zeigt aber nach wie vor die wesentlichen Kriterien, auf die es beim Laminat ankommt. Und gibt erste Hinweise, wann ein Laminat wirklich ein gutes Laminat ist.

Sehr gut gibt's nicht

Die ernüchternde Erkenntnis vorneweg: Im letzten Test der Stiftung Warentest schnitt kein einziges getestetes Laminat mit "sehr gut" ab. Auch der Testsieger nicht. Gründe dafür gibt es einige, so erfolgten zum Beispiel Abstufungen, wenn die Deklaration fehlerhaft war, oder das Laminat sich stark elektrostatisch auflädt. Genau diese Aufladung war einer der größten Kritikpunkte des Testberichtes.

Als Boden mit Kunststoffoberfläche verhält sich Laminat im Raum anders als es beispielsweise Parkett tut. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit kann es hier leicht zu einer elektrostatischen Aufladung des Fußbodens kommen. Da springen nicht gleich die Funken über, aber es ist durchaus unangenehm beim Betreten des Bodens oder wenn man beim Anfassen der Türklinke eine "gewischt bekommt".

Viele Hersteller reagieren auf diesen Umstand und bieten antistatisches Laminat an, das genau diesen Effekt verhindern soll. Doch die Angabe allein reicht hier nicht aus. Im Test war der Bodenbelag von HDM als antistatisch deklariert, konnte dieses Versprechen im Praxistest aber nicht zeigen. Der Testsieger von Classen wies diese Deklaration nicht auf, schnitt im Bezug auf die elektrostatische Aufladung dennoch gut ab. Ein sehr gutes Ergebnis in diesem Punkt erzielte auch Decofloor-Clic.

Haltbarkeit im Stresstest

Laminat muss viel aushalten können, doch natürlich sind die Testbedingungen extrem. Mittels Schmirgelpapier und Stahlkugeln untersuchten die Prüfer, wie widerstandsfähig die einzelnen Laminate sind. Dazu zählten die Kratzfestigkeit des Bodens, seine Stoßfestigkeit, der Schutz vor Nässe und auch die Festigkeit der Klickverbindungen. In jeder Hinsicht positiv abschneiden konnte kein Laminat, doch es zeigten sich im Detail große Unterschiede.

Während das Laminat von Kronotext besonders kratzfest war, zeigte der Testbericht beim Produkt von IKEA einen besonders guten Nässeschutz. Genau an diesem Kriterium schnitten die Böden von Decofloor-Clic und HDM schlecht ab. Insgesamt gab es hier überwiegend gute Noten, sowohl für Classen, als auch für Meister, Balterio, Kronotex und IKEA . Lediglich als ausreichend haltbar erwiesen sich das Laminat von Decofloor-Clic und auch das Produkt von HDM.

Gesunder Boden ist Ehrensache

Viele Jahre galt Laminat aufgrund seines hohen Kunststoffanteils als gesundheitsschädlicher Fußbodenbelag. Zunehmend tragen unabhängige Tests auch diesem Punkt Rechnung und bewerten die Schadstoffgehalte eines Laminats im Rahmen ihrer Tests. Gesetzlich vorgeschrieben ist ohnehin, dass ein Laminat keine Weichmacher, sogenannte Phtalate, enthalten darf. Daran hielten sich ausnahmslos alle Hersteller im Test. Kein einziges Laminat fiel aufgrund eines überhöhten Schadstoffgehalts oder einer zu starken Schadstoffemission aus dem Raster. Der Testsieger von Classen holte hier ein sehr gutes Ergebnis, während vor allem die unangenehme elektrostatische Aufladung Konkurrenten wie Meister, Balterio, Witex, Kaindl oder IKEA mit einem lediglich ausreichenden Ergebnis abstrafte.

Auch jenseits der Tests sollten Kunden dieses Kriterium im Auge behalten. Umweltzeichen wie der Blaue Engel helfen dabei, indem sie gesundheitlich unbedenkliche Laminatböden kennzeichnen. Dies gilt bei klassischem Laminat genauso wie beim modernen Vinyl Laminat, das gänzlich holzfrei produziert wird.

Weitere Prüfkriterien für die Praxis

Der aktuell vorliegende Test berücksichtigt zahlreiche Faktoren. Trotzdem gibt es weitere Kaufkriterien, die ausschlaggebend sein können. Verbraucher sollten immer darauf achten, dass Ihr Boden im ganz persönlichen Praxistest besteht, beispielsweise auch eine integrierte Trittschalldämmung des Produktes berücksichtigen. Im Test völlig vernachlässigt, in der Praxis aber enorm wichtig ist auch die gewählte Versiegelung des Bodens. Zum einen in puncto Schadstoffe, denn das beste Laminat bringt nichts, wenn es mit einer belasteten Versiegelung versehen oder mit einem bedenklichen Pflegemittel behandelt wird. Zum anderen aber auch in Sachen Renovierung. Die Hersteller im Test gaben Garantien von zwei bis 20 Jahren. Selbst wenn der letztgenannte Zeitraum realistisch sein sollte, werden nach einiger Zeit am Boden kleine Macken auftreten. Mithilfe spezieller Reparatursets lässt sich der ein oder andere Schönheitsfehler leicht ausbessern, mit guten Pflegemitteln die Haltbarkeit des Laminats von Beginn an erhöhen.

Hinweis- statt ausschlaggebend

Jeder Test ist immer nur eine Momentaufnahme, das muss jedem Verbraucher bewusst sein. Welches Laminat aktuell vorne liegt und welcher Hersteller am ehesten Ihre persönlichen Bedürfnisse an einen guten Fußboden befriedigen können, erfahren Sie im Fachbetrieb vor Ort. Schreiben Sie uns über unser Anfrageformular – wir stellen den Kontakt kostenlos her!

(Bildquelle: © kulikov922 - Fotolia.com)

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Kann ich Laminat auf den bestehenden Fliesenboden legen bei vorhandener Fußbodenheizung?
Antwort von objekt & raumdesign Hillmann

Wenn das Laminat eine Zulassung dafür hat, kann man es auf Fußbodenheizung verlegen. Darüber kann der jeweilige Hersteller Auskunft geben. Am besten einen möglichst dünnen Boden, oder einen Vinylbodenbelag zur schwimmenden Verlegung, wählen.
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Guten Tag,
zunächst einmal stellt sich die Frage was liegt im Moment auf Ihrem Boden?
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Warum sollte ein Vinylboden nicht für Fussbodenheizungen geeignet sein?
Qualitativ hochwertige Vinylböden sind mittlerweile extrem strapazierfähig. Wir verwenden im Industrie und Objektbereich fast ausschliesslich Vinyl, weil kein anderes Material so viele Vorteile in sich vereint und so langlebig ist.

Allerdings darf es dann keine billige Baumarktqualität sein. Von außen sind die Unterschiede für den Laien nicht einfach zu erkennen. Vinyl gibt es in unzähligen Optiken, vom Holzdesign und -struktur bis hin zu Betonoptik.
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Mit besten Grüßen
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Technologieberater Fussbodentechnik

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In der Regel sind Fliesen der bessere Wärmeleiter als Teppich oder Laminat.

Bei Laminat ist vorher unbedingt der Hersteller zu befragen oder die ausführende Fachfirma.
Da Laminat noch auf einer Gleitschicht verlegt wird dürfte das wohl die nicht so gute Lösung sein. Bitte beachten Sie bei Ihrer Wahl auch, dass Fliesen beim begehen mehr Geräusche verursachen als Teppichboden oder Laminat.

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Luft-Bodenheizung im Wohnmobil: Welcher Fußboden eignet sich?

Wir planen eine Luft-Bodenheizung im Wohnmobil. Welcher Bodentyp eignet sich dafür? (Teppichboden wollen wir nicht.) Die Luft wird heißer (ca. bis 50°C) als bei einer Wasserheizung. Kann ich dann trotzdem Laminat verwenden?
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die meisten Böden wie Laminat, Kork, PVC, Vinyl, dürfen auf Fußbodenheizung mit max. 28°C verlegt werden (je nach Hersteller). 50°C ist für jeden Boden (außer Fliesen, Steinboden) zu hoch. Ich empfehle einen Lederboden zu wählen, der ist sehr robust und hitzebeständig bis 150°C, allerdings sehr teuer. Andernfalls werden Sie wohl um einen Teppich nicht herum kommen. Aber auch hier ist auf das Rückenmaterial zu achten, ich empfehle z. B. einen Sisal (Kokosmatte).

Beste Grüße aus Weinheim
C. Berger

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Eine 140 m2 Souterrainwohnung soll rundum saniert werden. Dazu zählen folgende Arbeiten: - Elektrik - komplette Heizung - Küche - 7-8 neue Fenster, ohne Rollos - Böden - komplettes Bad - Gäste WC Mit welchen Kosten ist zu rechnen? Wer kann mich bei diesem Projekt unterstützen?
Antwort von Alpha Bau GmbH

Ihre Angaben sind leider dürftig. Für ein gutes Angebot ist eine Besichtigung erforderlich.
Der Preis liegt bei ca. 350 € /m² netto, inkl. Malerarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen
i.A. Bauer

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Wenn eine Innenwand mit Silikatplatten gedämmt werden soll, aber Laminat auf dem Fußboden liegt, muss dieser zunächst entfernt werden, damit die Platten auf dem Fußboden aufliegen? Oder kann man die Platten auch auf das Laminat stellen (Stichwort Kältebrücke?)
Antwort von Gratt Bautenschutz

Guten Tag,

grundsätzlich gehört die Platte bis unter das Laminat !
Allerdings ist dieses manchmal nicht möglich, bzw. der Kunde verzichtet drauf.
Dann sollte zumindest eine Entkopplung stattfinden mit einem Entkopplung-streifen.


Mit freundlichen Grüßen

Gratt Bautenschutz
(Meister Holz- und Bautenschutz)

Was ist der beste Bodenbelag für eine Fußbodenheizung?

Bei der Auswahl des richtigen Bodenbelages für mein Neubauhaus erhalten ich immer wieder verschieden Aussagen. Ich habe eine Warmwasserfußbodenheizung. Nun sagen die Einen, Vinyl wäre die beste Wahl wegen der guten Wärmeleitfähigkeiten, die Anderen sagen Vinyl würde Wellen bilden weil es sich ausdehnt bei Wärme und ich soll auf jeden Fall Laminat nehmen. Ich hoffe Sie können mir einen Rat geben.
Antwort von FF-Dienstleistungen Innenausbau und Raumausstattung

Ich würde Ihnen grundsätzlich zu folgender Entscheidung raten: Ob Sie Vinyl oder Laminat nehmen, ist wegen der Fußbodenheizung völlig egal, denn sowohl und jetzt kommt es: Qualitativ hochwertiger Laminat, genauso wie hochwertiger Vinylboden, kann problemlos auf einer Fußbodenheizung verlegt werden. Der Laminatboden dehnt sich im übrigen genauso aus, wenn nicht sogar noch mehr als Vinyl, denn wenn man sich einmal die Verlegeanleitungen verschiedener Vinyl und Laminatböden ansieht, so ist die Luft die umlaufend zu festen Bauteilen einzuhalten ist, beim Vinyl sogar geringer wie beim Laminat. Ein großer Virteil beim Vinyl ist die geringere Aufbaustärke und die eher unkomplizierte Reaktion wenn mal Zuviel Wasser auf den Boden kommt. Bei Fragen erreichen Sie uns gerne unter 069-90737873. Schauen Sie sich z.B. Mal die Vinylböden von Brillux an oder Laminatböden von Parador oder Haro.

Gruß FF Dienstleistungen
Innenausbau und Bodenverlegung
www.ff-innenausbau.de

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