Birkenparkett: Parkett mit Seidenschimmer

Die Birke gehört zu den wohl bekanntesten Bäumen unserer Breiten. Anmutig, edel und beinahe filigran ihr Wuchs – und mindestens ebenso schön das Holz, das sie besitzt. Warum Birke ein besonders edles Parkett hervorbringt und wer lieber auf dieses Produkt verzichten sollte, lesen Sie im folgenden Artikel.
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ParkettHolzarten für ParkettBirken-Parkett

Birke Parkett: reine Eleganz am Fußboden

Eckdaten auf einen Blick
Herkunft: Skandinavien, Europa, Nordamerika
Farbe: weiß-gelblich, seltener weiß-rötlich
Brinellhärte: weich (europ. Birke) bis mittel (kanad. Birke)
Holzdichte: mittel bis hoch
Dauerhaftigkeitsklasse: 5

Es gibt stattliche Bäume wie Eichen oder Akazien. Und es gibt sehr elegante Gewächse, die daneben fast zerbrechlich wirken. Die Birke ist so ein Baum, der mit sanfteren Tönen überzeugt. Ihr Wuchs ist hoch, sie wächst sehr schnell und aufrecht. Aber nicht in die Breite, sie bleibt stets schmal. Ihr Laub ist wechselständig angeordnet und sehr fein, die charakteristischen Blütenstände, die Birkenkätzchen, allseits bekannt.

Bildquelle: © CSschmuck - Fotolia.com

Eine echte Naturschönheit ist sie, die Birke. Und ebenso ihr Holz. Zwar dient es eher selten als Bauholz, weil es schlichtweg nicht belastbar genug ist. Dafür eignet es sich dank seiner einfachen Bearbeitung hervorragend als Grundstoff für Musikinstrumente oder auch als einfaches Brennholz. Wobei Letzteres eigentlich viel zu schade ist, denn die zarte Schönheit unter den sommergrünen Laubbäumen Europas ist viel zu attraktiv, um nur als Brennholzlieferant zu dienen. Auch als Parkett kann sie überzeugen, denn sie hat klare Vorzüge. Auch wenn sie hier heimisch ist, stammt das Holz für Birkenparkett seltener direkt aus Deutschland, sondern überwiegend aus den Ländern Nordeuropas.

Optik des Birke Parketts

Birkenparkett erkennen Sie auf den ersten Blick, denn es hat eine ganz charakteristische Besonderheit: Das Holz der Birke schimmert sanft, fast wie Perlmutt, und wirkt immer edel und besonders. Farblich ist es sehr hell, meist weißlich-gelb, kann aber auch leichte Nuancen von Rottönen aufweisen.

Besonders typisch ist die Gleichmäßigkeit des Birkenholzes. Da es sich bei Birken um Splintholzbäume handelt, haben Kernholz und Splintholz den selben Farbton. Das wirkt natürlich auch am Boden sehr ruhig und ausgewogen. Elegant, zart, fragil und trotzdem immer warm ohne zu überhitzen – Birkenparkett ist der Seidenschimmer an jedem Fußboden. Je nach Sortierung sind sehr gleichmäßige Flächen oder auch dreidimensionale Perlmutteffekte durch auftretende Maserungen möglich.

Belastbarkeit von Birken Parkett

Die europäische Birke ist weich, das sollten Sie als Liebhaber des Birkenparketts von Anfang an wissen. Mit einer Brinellhärte von nur ca. 22 N/mm² steht sie auf der Liste der weichen Hölzer ziemlich weit oben. Diese Weichheit hat Anteil an ihrer eleganten Optik, keine Frage, aber sie birgt auch Nachteile in sich. Denn je weicher ein Holz ist, umso empfindlicher ist es im Anschluss als Parkett verarbeitet am Boden. Ein Birke Parkett nimmt es ihnen schneller übel, wenn Sie einen schweren Schrank verrücken, als es ein Parkett aus Akazie oder Eiche tun würde.

Und ein Birkenparkett hält starken Beanspruchungen nicht so gut stand. Wird Ihr Raum stark frequentiert, beispielsweise der Flur, sollten Sie es sich gründlich überlegen, ob Sie mit einem Parkett aus Birkenholz tatsächlich die richtige Wahl treffen. Dafür ist das Holz aber sehr formstabil und passt sich verhältnismäßig langsam der Umgebungsfeuchte an. Dies ist ein Vorteil, wenn Sie Ihr Parkett über einer Fußbodenheizung verlegen möchten. Zusammengefasst eignet sich ein Parkett aus Birke also hervorragend für eher weniger genutzte Räume, die optisch freundlich und gegebenenfalls durch eine ergänzende Fußbodenheizung fußwarm sein sollen – das Schlafzimmer wäre ein Beispiel hierfür.

Doch auch innerhalb der Baumart gibt es Unterschiede. Wenn Sie die Optik sehr anspricht, Sie sich aber einen zumindest mittelharten Holzboden wünschen, sollten Sie sich die kanadische Birke, die sogenannte Yellow Birch, genauer ansehen. Ihr Farbton geht stärker ins Gebliche, aber auch sie besitzt den charakteristischen Schimmer und überzeugt mit einer Brinellhärte von immerhin 34 N/mm². Damit ist sie in etwa mit Ahorn vergleichbar. Insgesamt ist Birkenholz sehr formstabil. Weil es bei trockener Luft nur wenig reagiert, neigt es auch nur wenig zur Fugen- oder Rissbildung.

Birkenparkett in der Praxis

Wer ein Birke Parkett besitzt, muss mit einem größeren Pflegeaufwand rechnen bzw. sehr behutsam mit seinem Parkett umgehen. Das weiche Holz ist kratz- und stoßempfindlicher als härtere Holzarten es sind. Abhilfe verschaffen können Sie hier, wenn Sie das Parkett mit einer hochwertigen Versiegelung versehen. Beachten Sie hierbei, wie weit eine Versiegelung die Alltagstauglichkeit des Parketts erhöht, den attraktiven Schimmer des Holzes aber nicht zerstört. Ein Fachmann kann Ihnen hier Auskunft geben.

Von der Raumwirkung her kann dieses Holz klar überzeugen. Besonders Besitzer von kleinen und eher dunklen Räumen treffen hier immer eine gute Wahl. Birkenparkett ist stets freundlich, immer strahlend und hat eine tatsächlich raumvergrößernde Wirkung. Kombinieren Sie diese aufhellende Optik mit einem großen Format, beispielsweise einer Landhausdiele, können Sie den raumvergrößernden Effekt zusätzlich verstärken. Suchen Sie also ein Parkett für dunkle Ecken, ist dieses Produkt in jedem Fall einen Blick wert. Was ebenfalls für dieses Parkett spricht, ist sein Preis. Birke ist verhältnismäßig günstig und zählt möglicherweise auch deshalb zu den beliebtesten Holzarten für die Parkettproduktion. Die Preise sind im Handel niedrig bis moderat.

Pro und Kontra Birke Parkett

Jedes Holz hat Vor- und Nachteile. Was genau Sie beim Birkenparkett erwarten dürfen, möchten wir deshalb noch einmal übersichtlich für Sie zusammenfassen.

Vorteile Birkenparkett Nachteile Birkenparkett
günstiges Parkettholz sehr weich und stoßanfällig
heller und freundlicher Farbton schlechte Dauerhaftigkeitsklasse
einzigartiger Perlmuttschimmer nicht für den gewerblichen Bereich geeignet
formstabil
für die Verlegung auf Fußbodenheizung geeignet
raumvergrößernde Wirkung

Wer verlegt mein Birkenparkett?

Birke ist leicht zu verarbeiten, aber auch sehr weich. Möchten Sie die Verlegung nicht selbst übernehmen, können Sie einen Fachmann beauftragen, der mit dem Rohstoff Birkenholz umzugehen weiß. So stellen Sie sicher, dass das attraktive Produkt auch nach der Verlegung noch attraktiv aussieht und Sie lange Freude an Ihrem neuen Boden haben werden. Nutzen Sie gerne unseren kostenfreien Service und finden Sie in unserer Branchensuche einen Profi aus Ihrer Region. Holen Sie sich jetzt Hilfe von Ihrem persönlichen Boden-Profi!

Weitere Holzarten für Parkettböden finden Sie in unserer Übersicht.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Parkett

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Antwort von Energieberater Kruft

Das sind ja ganz schön viele Fragen:

Was kostet eine Pelletheizung (zzgl. laufende Kosten) für ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche, 2 Kellerräume dazu wären vorhanden?
Auf dem Lande ca. 20.000€ plus Lager, in Münschen etwa 10.000€ mehr


Was kostet eine Vollwärmedämmung eines EFH mit ca. 220 qm zu isolierende Fläche? Ohne Detailanpassungen 130 €/m² plus 20-30 € für ein System, das nicht nach 5 Jahren anfängt zu veralgen (mineralisches System), Öko nochmals 20-30 € extra (Schafwolle, Holzfaser, etc.)

-> mit Pellets+Vollwärmeschutz und noch ein wenig mehr ist sicherlich eine Förderung als Effizienzhaus möglich -> bis zu 30% Zuschuss, die man Vorher (!) beantragen muss, dazu kommt ggfs. noch BAFA und Bayern 10000

Was kostet ein Bauleiter? ohne Haftung 70-100 €/h brutto ansonsten nach HOAI= ca. Bausumme (inkl. Anteil mitzuverarbeitende Bausubtanz) x 5%

Was kostet ein Türrahmen mit zwei Türen, Scharniere zu jeder Seite und zwei Schallschutztüren aus Holz, weiß?


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Antwort von Willi Wunderlich

Parkettleger und Hersteller der FBH befragen, ist haarig.

Gruß, Wunderlich

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Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben Anhydritestrich verlegen lassen und festgestellt, dass zwischen Wohnzimmer und Küche (getrennt steuerbare Fußbodenheizung und offene Wohnküche) die Dehnungsfuge vergessen wurde. Kann man hier nachträglich etwas korrigieren und wie bzw. muss man das überhaupt, da wir Landhausdiele/Parkett überall verlegen möchten? Vielen Dank und viele Grüße, Familie Müller
Antwort von Firma NATURAL-Energy - Energie-Umwelt-Konzepte UG

Sehr geehrte Familie Müller,

fragen sie ihren Installateur, wie er die Heizkreise für Küche und Wohnzimmer verlegt hat.
In dem Übergangs-Bereich zwischen Küche und Wohnzimmer werden wohl keine Heizschlangen verlegt sein.
Dann können sie mit einer Flex den Estrich aufschneiden und sie haben eine Dehnungsfuge.

Sie haben nur ein Problem mit ihrem Landhausdiele/Parkett. Denn Holz leitet die Wärme nicht.
Sie werden keine Wärme in ihrem Wohnzimmer/Küchen haben, bzw. sie müssen erhebliche Energie aufwenden müssen, um überhaupt etwas Wärme zu haben.

Gruß,
Johann Christl

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