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Esche Parkett

Escheparkett braucht keinerlei Special Effects, denn die Maserung und Farbspiele des Holzes stehen für sich. Was die Esche mit der Eiche vereint und worauf Sie als Besitzer eines Parketts aus Esche leider verzichten müssen, lesen Sie im nachfolgenden Text.
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Esche Parkett: der natürliche Designboden

Eckdaten auf einen Blick
Herkunft: Europa
Farbe: braun-gelb, schwach rötlich
Brinellhärte: hart
Holzdichte: mittel-hoch
Dauerhaftigkeitsklasse: 5

Escheparkett wird aus dem Holz der Gemeinen Esche produziert. Gemein bedeutet hier nichts weiter als gewöhnlich, denn dieser Baum zählt zu den Klassikern in unseren heimischen Laubwäldern. Gewöhnlich ist am Holz der Esche trotzdem nicht viel, im Gegenteil. Escheparkett kann enorm vielseitig sein, wie Sie später noch genauer erfahren werden.

Gemeine Esche (Fraxinus excelsior) im Burgwald, HessenGemeine Esche (Fraxinus excelsior) im Burgwald, Hessen | Autor: Willow via Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY-SA 3.0

Der Baum selbst gehört zur Familie der Ölbaumgewächse und fühlt sich in Europa sichtlich wohl. Als Baum von sehr hoher Lebensdauer sind zwischen zwei und vier Prozent der deutschen Laubbäume gewöhnliche Eschen. Doch ihr Bestand ist bedroht. Vor allem in den letzten Jahren beklagen Förster das zunehmende Eschesterben in unseren Wäldern. Grund dafür ist ein Schädlingspilz, dem die Esche wegen ihrer schlechten Dauerhaftigkeitsklasse 5 nur wenig entgegensetzen kann. Diesen Rückgang der beliebten Eschen aufzuhalten, wird Aufgabe der nächsten Jahre sein. Allzu schade wäre es, wenn die Esche als Baum des Jahres 2001 und vor allem als Heimat zahlreicher Vögel, Flechten und Laubmoose ganz von der Bildfläche verschwinden müsste. Und auch als wirtschaftlich genutztes Holz für Sportgeräte oder auch Holzfußböden würde sie fehlen.

Escheparkett und seine Optik

Auf den ersten Blick erinnert die Esche sehr an die Eiche, da sie ähnlich gemasert ist. Schaut man genauer hin, werden die Unterschiede aber schnell deutlich. Escheparkett deckt insgesamt einen sehr großen Farbraum ab, wie es auch die Eiche in ihren unterschiedlichen Verarbeitungen kann. Im direkten Vergleich ist das Parkett der Esche in maserungsschwachen Sortierungen eher heller und geht ins sehr hellbraune bis leicht gelbliche. Wählen Sie als Kunde eine eher lebhaftere Sortierung, sorgt das Parkett sogar für eine farbenfrohe Überraschung. Denn dann kommen farbliche Unterschiede von hellbraun bis rötlich auf einer einzigen Diele zum Vorschein.

Esche Parkett der Firma Parador: Parkett Classic 3060, Esche weiß LandhausdieleEsche Parkett der Firma Parador: Parkett Classic 3060, Esche weiß Landhausdiele | Bildquelle: © Parador GmbH

Warum ist das so? Die Esche ist ein Kernholzbaum mit unregelmäßiger Farbkernbildung, ihr Splint- und Kernholz sind also zum Teil gleich gefärbt, zum Teil aber auch unterschiedlich. Diese Charakteristik teilt sie beispielsweise mit der Rotbuche. Und diese Charakteristik macht sie zu einem beliebten Designboden. Für ein aufregendes und ausdrucksstarkes Parkett ist nicht immer eine aufwendige Bearbeitung und Veredlung nötig. Oftmals reicht einfach ein spannendes Holz, wie das der Esche zweifelsohne eines ist.

Die Optik von Esche Parkett verrät auch einiges über den Baum, von dem das Parkettholz stammt. Eher jüngere Bäume bleiben hellbraun bis gelblich, ältere Bäume ab einem Lebensalter von rund 60 bis 80 Jahren bekommen kernige rote Sprenkler und Einschlüsse. Ihre Raumwirkung ist daher sehr variantenreich. Sehr helles und eher ruhig gemasertes Escheparkett verleiht engen Räumen eine vergrößernde Wirkung. Ein Parkett, das das gesamte mögliche Farb- und Strukturspiel der Esche offenbart, füllt auch große Räume, unter anderem weitläufige Lofts, mit Leben. Dieses Parkett ist immer spannend und bietet Möglichkeiten für Kunden, die es edel und gleichmäßig wünschen, aber eben auch richtig viel Farbfeuer für Liebhaber eines extrovertierten Holzbodens.

Belastbarkeit von Escheparkett

Ganz so auftrumpfen, wie das Parkett es in Sachen Optik macht, kann es in puncto Belastbarkeit leider nicht. Seine Brinellhärte ist durchaus gut und mit der von Eichenholz vergleichbar. Das bedeutet, dass Sie beim Hartholz der Esche keine Angst vor allzu schnellen Einkerbungen und Dellen haben müssen und das Produkt auch in stärker frequentierten Räumen verlegen lassen können. Die Holzdichte ist solide, die Dauerhaftigkeitsklasse niedrig. Es ist von seinen Eigenschaften her ein insgesamt durchschnittliches Parkettholz. Die Verarbeitung ist möglich, aber nicht immer ganz so flexibel, weil Eschenholz gelegentlich dazu neigt, zu reißen oder zu splittern. Für den Außenbereich eignet es sich gar nicht, denn die Eigenschaften des Holzes lassen keine angemessene Imprägnierung zu.

Esche Parkett in der Praxis

Mittelmäßige Formstabilität, gute Belastbarkeit, hervorragende Optik: Ob ein Esche Parkett Ihren Bedürfnissen entspricht, können Sie anhand verschiedener Kriterien herausfinden. Geht es Ihnen in erster Linie um eine betörend schöne Holzoptik, landen Sie hier sicher einen Volltreffer. Möchten Sie die Esche als Parkett im gewerblichen Bereich nutzen, wird schon ein etwas genauerer Blick nötig. Grundsätzlich macht das Hartholz dieses zwar mit, eine gute Versiegelung ist hier aber unabdingbar. Auch wäre bei starker Beanspruchung ein massives Produkt dem dünneren Fertigparkett vorzuziehen, da es sich renovieren lässt und dadurch eine deutlich längere Lebensdauer erzielen dürfte. Zur Pflege stellt das Escheholzparkett gewöhnliche Ansprüche, die mit anderen Parketthölzern vergleichbar sind. Feuchtes Wischen sollte eher die Ausnahme und wenn, dann maximal nebelfeucht sein.

Es ist durchaus widerstandsfähig, das Holz der Esche. Aber auch manchmal widerspenstig. Denn wer sein Massivparkett klassisch mit dem Untergrund vernageln möchte, braucht beim Escheparkett ein gutes Feingefühl. Als nur mäßig formstabiles Holz kann es sonst leicht zu Absplitterungen kommen. Worauf Sie komplett verzichten sollten, wenn Ihr Herz für ein Parkett aus Esche schlägt, ist eine Fußbodenheizung. Denn auch hier zeigt die mäßige Formstabilität die Grenzen des Möglichen auf. Eine Fußbodenheizung, die das darüberliegende Parkett trocken werden lässt, endet im Falle eines Escheparketts schnell in unschönen Fugen zwischen den einzelnen Verlegeeinheiten.

Pro und Kontra von Esche Parkett

Die Eigenschaften sind zum Teil enorm positiv, zum Teil eher mäßig. Insgesamt erwerben Sie mit einem Escheparkett einen wunderschönen Holzfußboden von solider Qualität. Um Ihre Kaufentscheidung klar treffen zu können, fassen wir Ihnen die verschiedenen Eigenschaften von Esche Parkett nochmals zusammen und nennen Ihnen Vor- und Nachteile.

Vorteile von Esche Parkett Nachteile von Esche Parkett
heimisches Holz nur mäßig formstabil
vielseitige Optik von ruhig bis lebhaft nicht für die Verlegung auf einer Fußbodenheizung geeignet
gut belastbar neigt leicht zur Riss- und Fugenbildung
eignet sich für stark frequentierte Räume nicht für den Außenbereich geeignet

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