Industrieparkett: Klassischer Boden im modernen Design

22. April 2021
Wegen seiner besonderen Merkmale erhält das Industrieparkett in den letzten Jahren immer mehr Zuspruch. Nicht nur im industriellen Bereich, wie der Name vielleicht vermuten lässt, sondern auch in privaten Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden wird der Boden immer beliebter. Das Industrieparkett war ursprünglich ein Restprodukt aus der Mosaikparkettproduktion. Die einzelnen Lamellen, die dort keine Verwendung mehr fanden, wurden zu hier zu Verlegeeinheiten zusammengefasst. Dabei werden die hochkant aufgestellten Lamellen durch Papierstreifen, Kunststoffnetze oder Klebebänder in Einheiten zusammengehalten, deshalb nennt man das Industrieparkett auch Hochkantlamellenparkett. Was als Restprodukt begann, hat heute seine eigenen Liebhaber gewonnen. Längst ist das Hochkantlamellenparkett keine Resteverwertung mehr, sondern ein eigenständiges Produkt mit klaren Vorzügen.
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ParkettMassivparkettIndustrieparkett

Industrieparkett: Stäbchenlook mit Widerstandskraft

Auf den ersten Blick wirkt Industrieparkett wegen der vielen kleinen Stäbchen eher anspruchsvoll. Glücklicherweise ist dies aber gar nicht der Fall. Die charakteristischen Einzelstäbchen des Hochkantlamellenparketts bestehen aus massivem Holz mit einer Dicke von bis zu 22 mm. Es steht also nahezu die gesamte Parkettdicke als Nutzschicht zur Verfügung. Genau das macht Hochkantlamellenparkett äußerst robust und unempfindlich.

Bildquelle: © abcmedia - Fotolia.com

Hier bekommen Kunden einen stark belastbaren Boden, der so mancher Beanspruchung standhält. Auch stärkere mechanische Stöße kann der Boden aushalten, was ihn zu einem beliebten Bodenbelag für den gewerblichen Bereich macht.

Sind Renovierungsarbeiten nötig, ist auch dies beim Hochkantlamellenparkett unproblematisch. Durch die Stärke des Bodens ist ein mehrfaches Abschleifen möglich. Die Lebensdauer und die Robustheit von Industrieparkett sind mit Sicherheit als wesentliche Vorteile zu nennen. Auch der Preis für Hochkantlamellenparkett ist in der Regel moderat. Die Entscheidung für diesen Boden ist bei den meisten Parkettherstellern wirtschaftlich und schlägt mit moderaten bis günstigen Kosten zu Buche.

Verlegung von Industrieparkett

Die Verlegung von Industrieparkett ist auf DIN-gerechten Untergründen relativ unproblematisch und schnell. Das rohe Hochkantlamellenparkett wird immer vollflächig geklebt. Dies garantiert bei einer Fußbodenheizung eine perfekte Wärmeübertragung. Vor der Verlegung sollten Sie jedoch darauf achten, dass der Restfeuchtegehalt des Estrichs nicht zu hoch ist, ebenso wie die maximale Oberflächentemperatur Ihrer Fußbodenheizung.

Das Hochkantlamellenparkett wird klassischerweise parallel, das heißt leiterartig verlegt. Nach der Verlegung des Industrieparketts erfolgt ein mehrfaches Abschleifen und Spachteln der Oberfläche. Bei der Versiegelung des Industrieparketts haben Sie die Wahl zwischen Öl oder Lack. Die geölte Oberfläche wirkt matt, lackiertes Hochkantlamellenparkett hingegen hat eine glänzende Oberfläche. Hier entscheidet allein der persönliche Geschmack. In der Funktionalität gibt es dabei keine Unterschiede.

Hochkantlamellenparkett in nahezu endloser Auswahl

Wie schon erwähnt, ist das Industrieparkett an sich ein Restprodukt. Die Hölzer unterliegen deshalb keiner weiteren Sortierung, was nach einer vermeintlichen Einschränkung klingt, aber deutliche Vorteile mit sich bringt. Denn die Auswahl der möglichen Holzarten ist beim Hochkantlamellenparkett schier endlos. Da es sich um ein Nebenprodukt handelt, sind Farb- und Strukturunterschiede des Holzes möglich und sogar gewollt. Astlöcher und Verfärbungen sind hier keine mangelnde Qualität, sondern charakteristisch für Industrieparkett.

Ein Klassiker unter den verwendeten Hölzern ist mit Sicherheit Eiche - ein sehr robustes und formstabiles Holz. Hochkantlamellenparkett in Eiche ist durchaus auch bei Fußbodenheizungen zu empfehlen. Das liegt zum einen an der Formstabilität von Eiche und zum anderen an der „Kleinteiligkeit“ des Industrieparketts. Denn durch den kleinteiligen Aufbau kann das Industrieparkett besser auf Temperaturunterschiede reagieren.

Neben den europäischen Hölzern wie eben Eiche, Ahorn, Birke, Buche oder Esche stehen auch amerikanische Hölzer wie Ahorn, Kirsche oder Nussbaum zur Auswahl. Natürlich wird auch eine breite Palette an exotischen Hölzern wie zum Beispiel Doussie, Merbau, Palisander, Teak oder Wenge angeboten.

Die Preise variieren stark je nach Holzart. Bei der Auswahl spielt natürlich auch der persönliche Geschmack eine starke Rolle, dennoch sollten der Verwendungsbereich und auch die Raumwirkung des Holzes bedacht werden. Ist der Raum stark frequentiert, empfiehlt sich die Wahl eines strapazierfähigen Holzes wie zum Beispiel Eiche oder eines exotischen Holzes wie Doussie oder Wenge. Ist der Raum besonders klein, bietet sich eher ein helleres Holz an als ein dunkles.

Charakteristische Raumwirkung inklusive

Die Unterschiede in Struktur und Farbe wie auch der kleinteilige Aufbau der Lamellen sind typisch für das Erscheinungsbild des Hochkantlamellenparketts. So wie dieses sieht wirklich kein anderes Parkett aus, das ist auf den ersten Blick zu erkennen. Auch das klassische Verlegemuster, d. h., eine parallele, leiterartige Verlegung der Lamellen ist charakteristisch. Die Optik des Industrieparketts erfreut sich sehr großer Beliebtheit. Das Besondere ist hier nicht wie etwa beim Stabparkett die Holzstruktur, sondern das Zusammentreffen kleiner Stäbchen mit ihrer schlichten Symmetrie.

Das Hochkantlamellenparkett ist ein echter Designboden, der einem Raum Wärme verleiht und ihn durch seine unaufdringliche Schlichtheit gestaltet. Industrieparkett mit seinem funktionalen Stil findet deshalb neben öffentlichen Gebäuden auch im privaten Bereich immer mehr Anwendung. So wie Sie bei der Auswahl des Holzes die Raumgröße und die Helligkeit bedenken, so sollten Sie beim Verlegen die Verlegerichtung in Ihre Überlegungen mit einbeziehen. Ist eine Ausrichtung des Industrieparketts längs oder quer zur Raumachse besser? Wie ist der Schnitt des Raumes? Diese Fragen sollten Sie sich unbedingt stellen, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Ihr Weg zum Industrieparkett

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Parkett

Einfamilienhaus von 1966: Grundsanierung + Renovierung: Beratung und Kosten?

Hallo, ich plane eine Komplettsanierung und Renovierung eines Einfamilienhauses aus dem Jahr 1966. Hierzu bin ich auf der Suche nach Kosteneinschätzungen und Fachprofis aus meiner Region: Was kostet eine Pelletheizung (zzgl. laufende Kosten) für ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche, 2 Kellerräume dazu wären vorhanden? Was kostet die Verlegung von Echtholzparkett, mittlere Preisklasse für ca. 115 qm, davon sind 23 qm Granit zu entfernen? Was kostet eine Vollwärmedämmung eines EFH mit ca. 220 qm zu isolierende Fläche? Was kostet ein Trockenbau von ca. 2 Meter? Was kostet die Entfernung von ca. 9 Meter nicht tragenden Innenwänden zu entfernen? Was kostet ein Bauleiter? Was kostet Teppich zu verlegen, mittlere Preisklasse, alter Teppich zu entsorgen, ca. 90 qm? Was kostet ein Türrahmen mit zwei Türen, Scharniere zu jeder Seite und zwei Schallschutztüren aus Holz, weiß? Was kostet ein neuer Sicherungskasten mit F1 Sicherungen? Was kostet ein neues Balkongelände, Stahl gebürstet ca. 3 Meter? Was kostet ein Maler für die komplette Streichung eines Hauses in weißer Farbe, ca. 250 qm inkl. Keller (leer geräumt)? Was kostet ein Außenanstrich eines EFH Hauses, Farbe Grau, ca. 200 qm Fläche?
Antwort von Energieberater Kruft

Das sind ja ganz schön viele Fragen:

Was kostet eine Pelletheizung (zzgl. laufende Kosten) für ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche, 2 Kellerräume dazu wären vorhanden?
Auf dem Lande ca. 20.000€ plus Lager, in Münschen etwa 10.000€ mehr


Was kostet eine Vollwärmedämmung eines EFH mit ca. 220 qm zu isolierende Fläche? Ohne Detailanpassungen 130 €/m² plus 20-30 € für ein System, das nicht nach 5 Jahren anfängt zu veralgen (mineralisches System), Öko nochmals 20-30 € extra (Schafwolle, Holzfaser, etc.)

-> mit Pellets+Vollwärmeschutz und noch ein wenig mehr ist sicherlich eine Förderung als Effizienzhaus möglich -> bis zu 30% Zuschuss, die man Vorher (!) beantragen muss, dazu kommt ggfs. noch BAFA und Bayern 10000

Was kostet ein Bauleiter? ohne Haftung 70-100 €/h brutto ansonsten nach HOAI= ca. Bausumme (inkl. Anteil mitzuverarbeitende Bausubtanz) x 5%

Was kostet ein Türrahmen mit zwei Türen, Scharniere zu jeder Seite und zwei Schallschutztüren aus Holz, weiß?


Was kostet ein Außenanstrich eines EFH Hauses, Farbe Grau, ca. 200 qm Fläche? mit Gerüst ca. 30-45 €/m²

Fußbodenheizung von 1982: Parkettboden nicht möglich?

Guten Tag, wir haben noch eine herkömmliche elektrische Fußbodenheizung, die 1982 eingebaut wurde. Jetzt wollten wir Parkett verlegen, doch es hieß, das sei nicht möglich. Durch die schnelle Erwärmung der Heizspiralen könnte das Holz arbeiten und sich verziehen. Stimmt das? Was raten Sie uns? Vielen Dank und freundliche Grüße!
Antwort von Willi Wunderlich

Parkettleger und Hersteller der FBH befragen, ist haarig.

Gruß, Wunderlich

Dehnungsfuge bei Fußbodenheizung vergessen

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben Anhydritestrich verlegen lassen und festgestellt, dass zwischen Wohnzimmer und Küche (getrennt steuerbare Fußbodenheizung und offene Wohnküche) die Dehnungsfuge vergessen wurde. Kann man hier nachträglich etwas korrigieren und wie bzw. muss man das überhaupt, da wir Landhausdiele/Parkett überall verlegen möchten? Vielen Dank und viele Grüße, Familie Müller
Antwort von Firma NATURAL-Energy - Energie-Umwelt-Konzepte UG

Sehr geehrte Familie Müller,

fragen sie ihren Installateur, wie er die Heizkreise für Küche und Wohnzimmer verlegt hat.
In dem Übergangs-Bereich zwischen Küche und Wohnzimmer werden wohl keine Heizschlangen verlegt sein.
Dann können sie mit einer Flex den Estrich aufschneiden und sie haben eine Dehnungsfuge.

Sie haben nur ein Problem mit ihrem Landhausdiele/Parkett. Denn Holz leitet die Wärme nicht.
Sie werden keine Wärme in ihrem Wohnzimmer/Küchen haben, bzw. sie müssen erhebliche Energie aufwenden müssen, um überhaupt etwas Wärme zu haben.

Gruß,
Johann Christl

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