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Industrieparkett: Klassischer Boden im modernen Design

Wegen seiner besonderen Merkmale erhält das Industrieparkett in den letzten Jahren immer mehr Zuspruch. Nicht nur im industriellen Bereich, wie der Name vielleicht vermuten lässt, sondern auch in privaten Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden wird der Boden immer beliebter. Das Industrieparkett war ursprünglich ein Restprodukt aus der Mosaikparkettproduktion. Die einzelnen Lamellen, die dort keine Verwendung mehr fanden, wurden zu hier zu Verlegeeinheiten zusammengefasst. Dabei werden die hochkant aufgestellten Lamellen durch Papierstreifen, Kunststoffnetze oder Klebebänder in Einheiten zusammengehalten, deshalb nennt man das Industrieparkett auch Hochkantlamellenparkett. Was als Restprodukt begann, hat heute seine eigenen Liebhaber gewonnen. Längst ist das Hochkantlamellenparkett keine Resteverwertung mehr, sondern ein eigenständiges Produkt mit klaren Vorzügen.
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Industrieparkett: Stäbchenlook mit Widerstandskraft

Auf den ersten Blick wirkt Industrieparkett wegen der vielen kleinen Stäbchen eher anspruchsvoll. Glücklicherweise ist dies aber gar nicht der Fall. Die charakteristischen Einzelstäbchen des Hochkantlamellenparketts bestehen aus massivem Holz mit einer Dicke von bis zu 22 mm. Es steht also nahezu die gesamte Parkettdicke als Nutzschicht zur Verfügung. Genau das macht Hochkantlamellenparkett äußerst robust und unempfindlich.

Bildquelle: © abcmedia - Fotolia.com

Hier bekommen Kunden einen stark belastbaren Boden, der so mancher Beanspruchung standhält. Auch stärkere mechanische Stöße kann der Boden aushalten, was ihn zu einem beliebten Bodenbelag für den gewerblichen Bereich macht.

Sind Renovierungsarbeiten nötig, ist auch dies beim Hochkantlamellenparkett unproblematisch. Durch die Stärke des Bodens ist ein mehrfaches Abschleifen möglich. Die Lebensdauer und die Robustheit von Industrieparkett sind mit Sicherheit als wesentliche Vorteile zu nennen. Auch der Preis für Hochkantlamellenparkett ist in der Regel moderat. Die Entscheidung für diesen Boden ist bei den meisten Parkettherstellern wirtschaftlich und schlägt mit moderaten bis günstigen Kosten zu Buche.

Verlegung von Industrieparkett

Die Verlegung von Industrieparkett ist auf DIN-gerechten Untergründen relativ unproblematisch und schnell. Das rohe Hochkantlamellenparkett wird immer vollflächig geklebt. Dies garantiert bei einer Fußbodenheizung eine perfekte Wärmeübertragung. Vor der Verlegung sollten Sie jedoch darauf achten, dass der Restfeuchtegehalt des Estrichs nicht zu hoch ist, ebenso wie die maximale Oberflächentemperatur Ihrer Fußbodenheizung.

Das Hochkantlamellenparkett wird klassischerweise parallel, das heißt leiterartig verlegt. Nach der Verlegung des Industrieparketts erfolgt ein mehrfaches Abschleifen und Spachteln der Oberfläche. Bei der Versiegelung des Industrieparketts haben Sie die Wahl zwischen Öl oder Lack. Die geölte Oberfläche wirkt matt, lackiertes Hochkantlamellenparkett hingegen hat eine glänzende Oberfläche. Hier entscheidet allein der persönliche Geschmack. In der Funktionalität gibt es dabei keine Unterschiede.

Hochkantlamellenparkett in nahezu endloser Auswahl

Wie schon erwähnt, ist das Industrieparkett an sich ein Restprodukt. Die Hölzer unterliegen deshalb keiner weiteren Sortierung, was nach einer vermeintlichen Einschränkung klingt, aber deutliche Vorteile mit sich bringt. Denn die Auswahl der möglichen Holzarten ist beim Hochkantlamellenparkett schier endlos. Da es sich um ein Nebenprodukt handelt, sind Farb- und Strukturunterschiede des Holzes möglich und sogar gewollt. Astlöcher und Verfärbungen sind hier keine mangelnde Qualität, sondern charakteristisch für Industrieparkett.

Ein Klassiker unter den verwendeten Hölzern ist mit Sicherheit Eiche - ein sehr robustes und formstabiles Holz. Hochkantlamellenparkett in Eiche ist durchaus auch bei Fußbodenheizungen zu empfehlen. Das liegt zum einen an der Formstabilität von Eiche und zum anderen an der „Kleinteiligkeit“ des Industrieparketts. Denn durch den kleinteiligen Aufbau kann das Industrieparkett besser auf Temperaturunterschiede reagieren.

Neben den europäischen Hölzern wie eben Eiche, Ahorn, Birke, Buche oder Esche stehen auch amerikanische Hölzer wie Ahorn, Kirsche oder Nussbaum zur Auswahl. Natürlich wird auch eine breite Palette an exotischen Hölzern wie zum Beispiel Doussie, Merbau, Palisander, Teak oder Wenge angeboten.

Die Preise variieren stark je nach Holzart. Bei der Auswahl spielt natürlich auch der persönliche Geschmack eine starke Rolle, dennoch sollten der Verwendungsbereich und auch die Raumwirkung des Holzes bedacht werden. Ist der Raum stark frequentiert, empfiehlt sich die Wahl eines strapazierfähigen Holzes wie zum Beispiel Eiche oder eines exotischen Holzes wie Doussie oder Wenge. Ist der Raum besonders klein, bietet sich eher ein helleres Holz an als ein dunkles.

Charakteristische Raumwirkung inklusive

Die Unterschiede in Struktur und Farbe wie auch der kleinteilige Aufbau der Lamellen sind typisch für das Erscheinungsbild des Hochkantlamellenparketts. So wie dieses sieht wirklich kein anderes Parkett aus, das ist auf den ersten Blick zu erkennen. Auch das klassische Verlegemuster, d. h., eine parallele, leiterartige Verlegung der Lamellen ist charakteristisch. Die Optik des Industrieparketts erfreut sich sehr großer Beliebtheit. Das Besondere ist hier nicht wie etwa beim Stabparkett die Holzstruktur, sondern das Zusammentreffen kleiner Stäbchen mit ihrer schlichten Symmetrie.

Das Hochkantlamellenparkett ist ein echter Designboden, der einem Raum Wärme verleiht und ihn durch seine unaufdringliche Schlichtheit gestaltet. Industrieparkett mit seinem funktionalen Stil findet deshalb neben öffentlichen Gebäuden auch im privaten Bereich immer mehr Anwendung. So wie Sie bei der Auswahl des Holzes die Raumgröße und die Helligkeit bedenken, so sollten Sie beim Verlegen die Verlegerichtung in Ihre Überlegungen mit einbeziehen. Ist eine Ausrichtung des Industrieparketts längs oder quer zur Raumachse besser? Wie ist der Schnitt des Raumes? Diese Fragen sollten Sie sich unbedingt stellen, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

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