Stabparkett: das Sinnbild traditioneller Holzböden

22. April 2021
Unter den Massivparketten nimmt das Stabparkett eine besondere Stellung ein. Wer kennt nicht die typischen Parkettböden in historischen Gebäuden, die auch nach jahrhundertelanger Nutzung noch funktional und ästhetisch sind? Hierbei handelt es sich oft um massives Stabparkett, das Stabparkett ist quasi seit Jahrhunderten das Sinnbild für die traditionelle Parkettverlegung. Was es auszeichnet, wie es verarbeitet wird und welche Verlegemuster möglich sind, möchten wir Ihnen gerne vorstellen.
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ParkettMassivparkettStabparkett

Wie ist Stabparkett aufgebaut?

Stabparkett besteht aus einzelnen Holzstücken (Stäben), die klassischerweise eine Abmessung von 400-500 mm x 60-80 mm x 22 mm haben. Dünnere Varianten mit einer Höhe von zum Beispiel 10, 15 oder 16 mm sind ebenfalls möglich. Bei der klassischen Form des Stabparketts wird in jedes Brettchen eine umlaufende Nut gefräst. Der Verbund zwischen den Stäben entsteht durch eine Holzleiste, auch Feder genannt, die zwischen die Stäbe in die Nut gesteckt wird. Aufgrund seines Aufbaus von kleinteiligen Holzstücken ist Stabparkett sehr formstabil. Konkret heißt das, dass sich im Gegensatz zu Dielen keine Fugen bilden können.

Klassisches Stabparkett: charakteristisch sind die einzelnen "Holzscheite", die in ganz unterschiedlichen Mustern verlegt werden können. Hier als "unregelmäßiger Verband" bzw. "Schiffsboden". | Bildquelle: © sarbona777 - Fotolia.com

Was zeichnet Stabparkett besonders aus?

Die Tatsache, dass dieses Parkett keine Fugen zulässt, macht es zu einem sehr hygienischen Boden. Daher ist dieser Bodenbelag auch für Allergiker sehr gut geeignet. Außerdem zeichnet es sich durch eine hohe Belastbarkeit aus und ist deshalb nicht nur im privaten, sondern auch im gewerblich-öffentlichen Bereich einsetzbar. Nicht nur die hohe Strapazierfähigkeit ist charakteristisch für das Stabparkett, sondern auch seine lange Haltbarkeit. Durch den hohen Aufbau kann dieses Massivparkett problemlos mehrere Male abgeschliffen werden. Wer sich für ein Stabparkett entscheidet, trifft oftmals eine Entscheidung für viele, viele Jahre.

Wie kann ich Stabparkett verlegen?

Traditionell wurde das Stabparkett auf den tragenden Unterboden aus Holz genagelt. Heute werden die Parkettstäbe jedoch sehr häufig mit lösungsmittelfreien und kennzeichnungsfreien Dispersionsklebstoffen auf den geeigneten Untergrund geklebt. Das Kleben hat vor allem bei einer Fußbodenheizung eminente Vorteile bezüglich der Wärmeübertragung. Nach der rohen Verlegung erfolgen dann mehrere Schleifgänge mit der Parkettschleifmaschine.

Welche Auswahlmöglichkeiten gibt es?

Das geschliffene Stabparkett kann ganz nach Kundenwünschen veredelt werden. Sie können zwischen geölter, gewachster oder versiegelter Oberfläche wählen. Und auch die Holzarten sind äußerst abwechslungsreich. Es stehen Hölzer wie Ahorn, Birke oder Buche in den unterschiedlichsten Sortierungen wie etwa naturell oder rustikal zur Auswahl.

Ein echter Klassiker unter den Hölzern ist und bleibt die Eiche. Egal ob Eiche naturell oder rustikal, Brauneiche, Räuchereiche oder Roteiche – mit diesem Holz wählen Sie einen heimischen, nachwachsenden Rohstoff mit besonderen Eigenschaften. Durch das langsame Wachstum des Baumes handelt es sich hierbei um ein sehr hartes Holz, welches sich perfekt als Bodenbelag eignet. Stabparkett aus Eiche ist deshalb äußerst formstabil und „arbeitet“ nur gering. Ein Vorteil, der sich besonders bei einer Fußbodenheizung bemerkbar macht.

Da es sich um ein Naturprodukt handelt, dunkeln viele Holzarten nach bzw. entwickeln erst ihren typischen Farbton wie zum Beispiel die Kirsche. Frisch verlegt weist beispielsweise das Kirschholz eine orange-rote Farbe auf. Erst mit der Zeit entwickelt sich der charakteristische rotbraune Ton.

Preisfaktoren

Je nach Holzart und Sortierung variieren die Preise für Stabparkett. Exquisite Hölzer wie Kirsch- oder auch Nussbaum liegen meist preislich etwas höher, einfache Varianten in schlichter Veredlung dementsprechend niedriger. Ist das Erscheinungsbild des Holzes sehr rein, das heißt die Stäbe sind ast- und splintfrei, muss mit einem höheren Preis gerechnet werden.

Welches Stabparkett eignet sich für meinen Raum?

Je nachdem, welchen Beanspruchungen Ihr Raum ausgesetzt ist, empfehlen Ihnen Experten unterschiedliche Hölzer. Exotische Hölzer wie Doussie oder Wenge zeichnen sich durch eine hohe Strapazierfähigkeit aus und sind deshalb in stark beanspruchten Bereichen wie öffentlichen Gebäuden denkbar. Im privaten Bereich ist die Auswahl größer, je nach Versiegelung können aber auch hier hohe Belastbarkeiten erreicht werden. Bei der Auswahl des Stabparketts spielt aber auch die Raumwirkung eine große Rolle. Die Größe und die Helligkeit des Raumes sollten hier unbedingt bedacht werden.

Das Stabparkett bietet über die Verwendung unterschiedlichster Hölzer auch eine nahezu unbegrenzte Möglichkeit an Verlegemustern. Klassische Verlegemuster sind:

  • der gerade bzw. regelmäßige Verband, auch englischer Verband oder Schiffsboden genannt
  • der Schiffsboden als unregelmäßiger Verband
  • der Oxford-Verband
  • das Leitermuster
  • der Altdeutsche Verband, Fränkische Verband oder Burgunder Verband
  • das Fischgrät Muster, auch als Französisches Fischgrät

Das klassische Muster des Fischgrät zum Beispiel ist vor allem für große Räume geeignet. Da es relativ aufwendig zu verlegen ist und auch ein höherer Materialbedarf besteht, sind die Preise der Verlegung höher als zum Beispiel beim Schiffsboden. Dieser erinnert an die Beplankung auf einem Schiffsdeck. Hier können Sie wesentlich schneller verlegen, da die Parkettstäbe parallel mit versetzten Stößen gelegt werden. Auch der geringe Verschnitt macht den Schiffsboden preislich attraktiv.

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Die Gestaltung mit Stabparkett bietet etliche Möglichkeiten. Lassen Sie sich daher in jedem Fall von kompetenten Fachfirmen beraten. Nutzen Sie unser kostenloses Kontaktformular und fordern Sie bei einem Boden-Profi vor Ort ein unverbindliches Angebot für Ihren Raum an. Dieser Service ist für Sie als Kunde natürlich kostenfrei und völlig unverbindlich.

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Einfamilienhaus von 1966: Grundsanierung + Renovierung: Beratung und Kosten?

Hallo, ich plane eine Komplettsanierung und Renovierung eines Einfamilienhauses aus dem Jahr 1966. Hierzu bin ich auf der Suche nach Kosteneinschätzungen und Fachprofis aus meiner Region: Was kostet eine Pelletheizung (zzgl. laufende Kosten) für ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche, 2 Kellerräume dazu wären vorhanden? Was kostet die Verlegung von Echtholzparkett, mittlere Preisklasse für ca. 115 qm, davon sind 23 qm Granit zu entfernen? Was kostet eine Vollwärmedämmung eines EFH mit ca. 220 qm zu isolierende Fläche? Was kostet ein Trockenbau von ca. 2 Meter? Was kostet die Entfernung von ca. 9 Meter nicht tragenden Innenwänden zu entfernen? Was kostet ein Bauleiter? Was kostet Teppich zu verlegen, mittlere Preisklasse, alter Teppich zu entsorgen, ca. 90 qm? Was kostet ein Türrahmen mit zwei Türen, Scharniere zu jeder Seite und zwei Schallschutztüren aus Holz, weiß? Was kostet ein neuer Sicherungskasten mit F1 Sicherungen? Was kostet ein neues Balkongelände, Stahl gebürstet ca. 3 Meter? Was kostet ein Maler für die komplette Streichung eines Hauses in weißer Farbe, ca. 250 qm inkl. Keller (leer geräumt)? Was kostet ein Außenanstrich eines EFH Hauses, Farbe Grau, ca. 200 qm Fläche?
Antwort von Energieberater Kruft

Das sind ja ganz schön viele Fragen:

Was kostet eine Pelletheizung (zzgl. laufende Kosten) für ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche, 2 Kellerräume dazu wären vorhanden?
Auf dem Lande ca. 20.000€ plus Lager, in Münschen etwa 10.000€ mehr


Was kostet eine Vollwärmedämmung eines EFH mit ca. 220 qm zu isolierende Fläche? Ohne Detailanpassungen 130 €/m² plus 20-30 € für ein System, das nicht nach 5 Jahren anfängt zu veralgen (mineralisches System), Öko nochmals 20-30 € extra (Schafwolle, Holzfaser, etc.)

-> mit Pellets+Vollwärmeschutz und noch ein wenig mehr ist sicherlich eine Förderung als Effizienzhaus möglich -> bis zu 30% Zuschuss, die man Vorher (!) beantragen muss, dazu kommt ggfs. noch BAFA und Bayern 10000

Was kostet ein Bauleiter? ohne Haftung 70-100 €/h brutto ansonsten nach HOAI= ca. Bausumme (inkl. Anteil mitzuverarbeitende Bausubtanz) x 5%

Was kostet ein Türrahmen mit zwei Türen, Scharniere zu jeder Seite und zwei Schallschutztüren aus Holz, weiß?


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Guten Tag, wir haben noch eine herkömmliche elektrische Fußbodenheizung, die 1982 eingebaut wurde. Jetzt wollten wir Parkett verlegen, doch es hieß, das sei nicht möglich. Durch die schnelle Erwärmung der Heizspiralen könnte das Holz arbeiten und sich verziehen. Stimmt das? Was raten Sie uns? Vielen Dank und freundliche Grüße!
Antwort von Willi Wunderlich

Parkettleger und Hersteller der FBH befragen, ist haarig.

Gruß, Wunderlich

Dehnungsfuge bei Fußbodenheizung vergessen

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben Anhydritestrich verlegen lassen und festgestellt, dass zwischen Wohnzimmer und Küche (getrennt steuerbare Fußbodenheizung und offene Wohnküche) die Dehnungsfuge vergessen wurde. Kann man hier nachträglich etwas korrigieren und wie bzw. muss man das überhaupt, da wir Landhausdiele/Parkett überall verlegen möchten? Vielen Dank und viele Grüße, Familie Müller
Antwort von Firma NATURAL-Energy - Energie-Umwelt-Konzepte UG

Sehr geehrte Familie Müller,

fragen sie ihren Installateur, wie er die Heizkreise für Küche und Wohnzimmer verlegt hat.
In dem Übergangs-Bereich zwischen Küche und Wohnzimmer werden wohl keine Heizschlangen verlegt sein.
Dann können sie mit einer Flex den Estrich aufschneiden und sie haben eine Dehnungsfuge.

Sie haben nur ein Problem mit ihrem Landhausdiele/Parkett. Denn Holz leitet die Wärme nicht.
Sie werden keine Wärme in ihrem Wohnzimmer/Küchen haben, bzw. sie müssen erhebliche Energie aufwenden müssen, um überhaupt etwas Wärme zu haben.

Gruß,
Johann Christl

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