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Stabparkett: das Sinnbild traditioneller Holzböden

Unter den Massivparketten nimmt das Stabparkett eine besondere Stellung ein. Wer kennt nicht die typischen Parkettböden in historischen Gebäuden, die auch nach jahrhundertelanger Nutzung noch funktional und ästhetisch sind? Hierbei handelt es sich oft um massives Stabparkett, das Stabparkett ist quasi seit Jahrhunderten das Sinnbild für die traditionelle Parkettverlegung. Was es auszeichnet, wie es verarbeitet wird und welche Verlegemuster möglich sind, möchten wir Ihnen gerne vorstellen.
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Wie ist Stabparkett aufgebaut?

Stabparkett besteht aus einzelnen Holzstücken (Stäben), die klassischerweise eine Abmessung von 400-500 mm x 60-80 mm x 22 mm haben. Dünnere Varianten mit einer Höhe von zum Beispiel 10, 15 oder 16 mm sind ebenfalls möglich. Bei der klassischen Form des Stabparketts wird in jedes Brettchen eine umlaufende Nut gefräst. Der Verbund zwischen den Stäben entsteht durch eine Holzleiste, auch Feder genannt, die zwischen die Stäbe in die Nut gesteckt wird. Aufgrund seines Aufbaus von kleinteiligen Holzstücken ist Stabparkett sehr formstabil. Konkret heißt das, dass sich im Gegensatz zu Dielen keine Fugen bilden können.

Klassisches Stabparkett: charakteristisch sind die einzelnen "Holzscheite", die in ganz unterschiedlichen Mustern verlegt werden können. Hier als "unregelmäßiger Verband" bzw. "Schiffsboden". | Bildquelle: © sarbona777 - Fotolia.com

Was zeichnet Stabparkett besonders aus?

Die Tatsache, dass dieses Parkett keine Fugen zulässt, macht es zu einem sehr hygienischen Boden. Daher ist dieser Bodenbelag auch für Allergiker sehr gut geeignet. Außerdem zeichnet es sich durch eine hohe Belastbarkeit aus und ist deshalb nicht nur im privaten, sondern auch im gewerblich-öffentlichen Bereich einsetzbar. Nicht nur die hohe Strapazierfähigkeit ist charakteristisch für das Stabparkett, sondern auch seine lange Haltbarkeit. Durch den hohen Aufbau kann dieses Massivparkett problemlos mehrere Male abgeschliffen werden. Wer sich für ein Stabparkett entscheidet, trifft oftmals eine Entscheidung für viele, viele Jahre.

Wie kann ich Stabparkett verlegen?

Traditionell wurde das Stabparkett auf den tragenden Unterboden aus Holz genagelt. Heute werden die Parkettstäbe jedoch sehr häufig mit lösungsmittelfreien und kennzeichnungsfreien Dispersionsklebstoffen auf den geeigneten Untergrund geklebt. Das Kleben hat vor allem bei einer Fußbodenheizung eminente Vorteile bezüglich der Wärmeübertragung. Nach der rohen Verlegung erfolgen dann mehrere Schleifgänge mit der Parkettschleifmaschine.

Welche Auswahlmöglichkeiten gibt es?

Das geschliffene Stabparkett kann ganz nach Kundenwünschen veredelt werden. Sie können zwischen geölter, gewachster oder versiegelter Oberfläche wählen. Und auch die Holzarten sind äußerst abwechslungsreich. Es stehen Hölzer wie Ahorn, Birke oder Buche in den unterschiedlichsten Sortierungen wie etwa naturell oder rustikal zur Auswahl.

Ein echter Klassiker unter den Hölzern ist und bleibt die Eiche. Egal ob Eiche naturell oder rustikal, Brauneiche, Räuchereiche oder Roteiche – mit diesem Holz wählen Sie einen heimischen, nachwachsenden Rohstoff mit besonderen Eigenschaften. Durch das langsame Wachstum des Baumes handelt es sich hierbei um ein sehr hartes Holz, welches sich perfekt als Bodenbelag eignet. Stabparkett aus Eiche ist deshalb äußerst formstabil und „arbeitet“ nur gering. Ein Vorteil, der sich besonders bei einer Fußbodenheizung bemerkbar macht.

Da es sich um ein Naturprodukt handelt, dunkeln viele Holzarten nach bzw. entwickeln erst ihren typischen Farbton wie zum Beispiel die Kirsche. Frisch verlegt weist beispielsweise das Kirschholz eine orange-rote Farbe auf. Erst mit der Zeit entwickelt sich der charakteristische rotbraune Ton.

Preisfaktoren

Je nach Holzart und Sortierung variieren die Preise für Stabparkett. Exquisite Hölzer wie Kirsch- oder auch Nussbaum liegen meist preislich etwas höher, einfache Varianten in schlichter Veredlung dementsprechend niedriger. Ist das Erscheinungsbild des Holzes sehr rein, das heißt die Stäbe sind ast- und splintfrei, muss mit einem höheren Preis gerechnet werden.

Welches Stabparkett eignet sich für meinen Raum?

Je nachdem, welchen Beanspruchungen Ihr Raum ausgesetzt ist, empfehlen Ihnen Experten unterschiedliche Hölzer. Exotische Hölzer wie Doussie oder Wenge zeichnen sich durch eine hohe Strapazierfähigkeit aus und sind deshalb in stark beanspruchten Bereichen wie öffentlichen Gebäuden denkbar. Im privaten Bereich ist die Auswahl größer, je nach Versiegelung können aber auch hier hohe Belastbarkeiten erreicht werden. Bei der Auswahl des Stabparketts spielt aber auch die Raumwirkung eine große Rolle. Die Größe und die Helligkeit des Raumes sollten hier unbedingt bedacht werden.

Das Stabparkett bietet über die Verwendung unterschiedlichster Hölzer auch eine nahezu unbegrenzte Möglichkeit an Verlegemustern. Klassische Verlegemuster sind:

  • der gerade bzw. regelmäßige Verband, auch englischer Verband oder Schiffsboden genannt
  • der Schiffsboden als unregelmäßiger Verband
  • der Oxford-Verband
  • das Leitermuster
  • der Altdeutsche Verband, Fränkische Verband oder Burgunder Verband
  • das Fischgrät Muster, auch als Französisches Fischgrät

Das klassische Muster des Fischgrät zum Beispiel ist vor allem für große Räume geeignet. Da es relativ aufwendig zu verlegen ist und auch ein höherer Materialbedarf besteht, sind die Preise der Verlegung höher als zum Beispiel beim Schiffsboden. Dieser erinnert an die Beplankung auf einem Schiffsdeck. Hier können Sie wesentlich schneller verlegen, da die Parkettstäbe parallel mit versetzten Stößen gelegt werden. Auch der geringe Verschnitt macht den Schiffsboden preislich attraktiv.

Ihr Stabparkett finden

Die Gestaltung mit Stabparkett bietet etliche Möglichkeiten. Lassen Sie sich daher in jedem Fall von kompetenten Fachfirmen beraten. Nutzen Sie unser kostenloses Kontaktformular und fordern Sie bei einem Boden-Profi vor Ort ein unverbindliches Angebot für Ihren Raum an. Dieser Service ist für Sie als Kunde natürlich kostenfrei und völlig unverbindlich.