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Klickparkett: Wie gut ist das Fertigparkett?

Mit einem Klick Parkett auf den Boden bringen, klingt wunderbar komfortabel. Was genau es mit dem sogenannten Klickparkett auf sich hat, welche Vorteile Sie hier genießen und worauf Sie stets vor dem Kauf achten sollten, beleuchtet unser Ratgeber zum Klickparkett.
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Klickparkett: Klick und fertig?

Klickparkett wird auch als Fertigparkett bezeichnet und genießt den Ruf besonders einfach in der Handhabung zu sein. Wenn man es in Relation zum klassisch verklebten oder gar genagelten Parkettboden setzt, ist dieser Vorteil tatsächlich offensichtlich. Denn Klickparkett braucht weder Nagel noch Klebstoff, sondern wird einfach ineinandergesteckt. Die einzelnen Verlegeeinheiten hängen dann zwar aneinander, liegen aber lose auf dem Boden auf, sie schwimmen quasi.

KlickparkettBildquelle: © Ingo Bartussek - Fotolia.com

Das Prinzip des Klickbodens findet sich auch beim Laminat und erfreut sich auch dort großer Beliebtheit. Denn die Funktionalität der ineinandergreifenden Verlegeeinheiten ist so einfach wie genial und zudem eine sehr saubere Verlegeart. Komplett fertig ist der Boden mit einem Klick dann aber doch nicht. Denn obwohl die einzelnen Parkettstäbe mittels Klicksystem ineinandergedrückt werden, erfordert auch das Klick Parkett ein gewisses Know-how. Randelemente müssen zugeschnitten und Abstandsfugen eingehalten werden. Das Prinzip ist also deutlich einfacher als die konventionelle Verlegung, aber für komplette Laien doch auch eine Herausforderung. Insgesamt ist dieses Produkt aber der wohl beste Kompromiss, wenn auf eine verklebte Verlegung verzichtet werden soll.

Vorteile von Klickparkett

Eine ganze Menge Vorteile hat es, das Parkett mit Klicksystem. Was konkret für diesen Fußboden spricht, zeigt Ihnen folgende Übersicht:

  • schnelle Verlegung
  • auch für Laien durchführbar
  • saubere Verlegung
  • leicht zu entfernen
  • große Auswahl
  • bereits angebrachte Versiegelung
  • günstige Preise

Gerade letzterer Punkt hat großen Anteil daran, dass das Klickparkett so begehrt ist. Denn tatsächlich werden Fertigparkette wie das Klick Parkett im Handel zum Teil deutlich günstiger angeboten als Massivholzparkett. Der Grund dafür ist simpel, denn beim Fertigparkett ist die obere Holzschicht dünner als beim Massivholzparkett. Die darunter befindliche Holzträgerplatte stabilisiert zwar den Parkettstab, kann aber aus einem günstigeren Holz hergestellt werden. Das wirkt sich am Ende positiv auf den Preis aus. Aber es sorgt auch für Abstriche in puncto Lebensdauer.

Klickparkett hält kaum ein Leben lang

In den allermeisten Fällen handelt es sich beim Klickparkett um ein mehrschichtiges Produkt, das, wie zuvor beschrieben, eine stabilisierende Holzfaserplatte unter der Nutzschicht besitzt. Zwar gibt es auch massives Klickparkett, doch ist dies eher die Ausnahme als die Regel. Die dünnere Nutzschicht beim Klickparkett macht optisch keinen Unterschied. Wohl aber wirkt sie sich auf die Lebensdauer des Parketts aus, denn je dünner die obere Schicht ist, umso seltener kann das Parkett abgeschliffen und renoviert werden. Wer sein Parkett also nach einigen Jahren erneuern möchte, stößt beim dünneren Parkett schneller an die Grenzen, als es bei einem stärkeren Massivparkett der Fall wäre. Klickparkett ist heute meist keine Anschaffung für ein ganzes Leben mehr, wohl aber für einige Jahre.

Komfort des Klick Parketts

Was die einfache Verlegung betrifft, kann das Klickparkett klar punkten. Es ist schnell angebracht und wird bereits mit einer fertigen Versiegelung verkauft. In Sachen Komfort im täglichen Gebrauch jedoch sollten Sie einige Details dieses Parketttypus' kennen. Denn es kann für lästiges Knarzen sorgen, wenn es falsch verlegt wird. Gerade bei der schwimmenden Verlegung, dem Klicken, muss der Untergrund sehr sorgfältig vorbereitet werden. Bleiben hier Unebenheiten bestehen, führen diese beim darauf schwimmend verlegten Parkettboden schnell zu unschönen Knarzgeräuschen. Jeder Schritt wird dann zur Geduldsprobe. Zwar lässt sich dieses Risiko minimieren, indem Sie das Klickparkett vollflächig verkleben, doch gehen dann auch die Vorteile seiner unkomplizierten Verlegung verloren.

Insgesamt ist das Klickparkett kein sehr leiser Boden. Wenn Sie in einer Mietwohnung leben, empfehlen wir Ihnen stets, über eine zusätzliche Trittschalldämmung nachzudenken. Diese kann ganz einfach unter dem Klickparkett verlegt werden und federt den Schall des Schrittes gut ab.

Trittschalldämmung für KlickparkettTrittschalldämmung | Bildquelle: © tl6781 - Fotolia.com

Doch nicht nur die entstehende Geräuschkulisse sorgt für Ernüchterung, sondern auch die mangelnde Fußwärme kann das tun. Klickparkett wird aufgrund seiner schwimmenden Verlegung niemals so bündig am Boden aufliegen, wie es ein vollflächig verklebtes Parkett tut. Denn wenn es schwimmend verlegt wird, entsteht immer auch ein kleiner Luftraum. Besitzer einer Fußbodenheizung sollten daher beim geklickten Parkettboden genau hinsehen, ob sich das gewünschte Produkt für die Verlegung auf einer Fußbodenheizung eignet oder nicht. Zu schade wäre es schließlich, wenn die Wärme der Heizelemente nicht bis in den Raum vordringt, weil der Wärmedurchlasswiderstand nicht klug gewählt wurde.

Grundsätzlich können Sie mit einem Klickparkett eine sehr gute Beheizung erzielen – vorausgesetzt, Sie achten auf die Angaben zum Wärmedurchlasswiderstand auf Ihrem Klickparkett. Liegt der Wert bei maximal 0,15 qm K/W spricht nichts dagegen, die Fußbodenheizung und das Fertigparkett zu kombinieren. Ist der Wert höher, gelangt die Wärme nicht ausreichend gut in den Raum. Dann steigt zwar die Heizkostenrechnung, die Füße bleiben aber kalt. Übrigens ein Umstand, der auch bei einem zu dicken Massivholzparkett von 23 mm oder mehr auftreten kann. Wenn Sie ein Klickparkett mit einer Trittschalldämmung kombinieren, sind die Wärmedurchlasswerte beider Produkte zu addieren, um festzustellen, ob diese Kombination funktioniert oder nicht.

Nachteile des Klickparketts

  • Es hat eine geringere Lebensdauer
  • dämpft den Trittschall nur mäßig ab
  • und leitet Wärme einer Fußbodenheizung schlechter nach oben als ein verklebtes Parkett.

Sie sehen es: Auch das Klickparkett ist nicht frei von Nachteilen. Auf die Frage „Klickparkett: Ja oder nein?“ gibt es daher leider keine generell gültige Antwort. Denn ob ein Produkt für Sie das beste ist, hängt von Ihren Bedürfnissen ab. Wer einen Echtholzboden im authentischen Echtholzlook sucht, dafür aber nicht zu tief in die Tasche greifen möchte, ist mit dem Klickparkett gut beraten. Wer einen Boden für einige Jahre in einer Mietwohnung verlegen möchte, ebenfalls. Wer jedoch einen echten Generationenboden sucht, der einmal verlegt die nächsten 40 Jahre am Boden bleiben kann, sollte über die massive Variante in verklebter Verlegeweise nachdenken.

Wer verlegt mein Klickparkett?

Zwar gilt es als recht laientauglich, doch ganz ohne Vorwissen geht es auch beim Klickparkett nicht. Professionelle Bodenleger vermeiden zu große Verschnittmengen und halten dadurch die Materialkosten gering. Wenn Sie sich ein Klickparkett wünschen, es aber nicht selbst verlegen möchten, können Sie einen Profi mit dieser Arbeit beauftragen. In unserer Online-Branchensuche finden Sie Handwerksbetriebe in Ihrer Region. Dieser Service ist für Sie kostenlos und sofort verfügbar. Suchen Sie gleich hier nach einem Experten vor Ort und lassen Sie sich unverbindlich beraten.