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Eichenparkett

Die Eiche hat gewissermaßen den Status als Primus inne, denn wohl kein anderes Holz ist in Deutschland so beliebt wie das der Eiche. Was Eichenparkett wirklich leistet, welche Vorteile und Nachteile es hat und wie Sie trotz dutzender Varianten verschiedener Eichenparkette die Übersicht behalten können, lesen Sie in unserer nachfolgenden Parkett-Charakteristik.
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Eichenparkett: das Nonplusultra unter den Holzböden

Eckdaten auf einen Blick
Herkunft: Mitteleuropa, Asien, Nordamerika
Farbe: mittelbraun sowie variantenreich gefärbt
Brinellhärte: mittelhart-hart
Holzdichte: hoch
Dauerhaftigkeitsklasse: 2

Ob als Machtsymbol oder Heimatbildnis: Die Eiche gehört zum deutschen Kulturgut. Zahlreiche Ortswappen oder auch Geldmünzen werden von Eichenlaub geziert und bescheren diesem Baum seinen einzigartigen Status. Dabei kommt die Eiche mitnichten am häufigsten in deutschen Laubwäldern vor, sondern belegt nach der Buche nach wie vor lediglich Rang 2. Am häufigsten finden sich hierzulande Stieleiche und Traubeneiche, die beide Unterformen der Weißeiche sind.

Eiche (Dover Oak) | Autor: Copperhead7 via Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY 3.0

Weltweit gibt es jedoch zahlreiche weitere Varianten, beispielsweise die in Nordamerika heimische Roteiche. Allen gemeinsam ist ihr stolzer Wuchs, die dicken und knorrigen Äste sowie das charakteristische Eichenlaub. Ehrwürdig steht die Eiche fest verwurzelt und ist nicht nur sinnbildlich ein Synonym für Standhaftigkeit und Unerschütterlichkeit. Tatsächlich ist dieser Baum widerstandsfähig und ausdauernd, was sein Holz auch zu einem interessanten Rohstoff für Parkett macht.

Eichenparkett und seine Optik

Welche Farbe hat eigentlich Eichenparkett? Wegen seiner großen Beliebtheit ist diese Frage zunehmend schwer zu beantworten, denn Eichenparkett kommt in zahlreichen Varianten in den Handel. Es gibt die natürliche Färbung Eiche natur, die ein warmes Mittelbraun besitzt, als Eiche gedämpft, Eiche geräuchert, gekalkt, gebürstet oder gehobelt. Je nachdem, wie das Eichenholz bearbeitet wird, zeigt sich eine andere Optik und Raumwirkung.

Eiche gehobelt beispielsweise erzeugt einen sehr rustikalen Charakter, der enorm haptisch ist. Das Holz wird hierbei immer wieder gehobelt und geschliffen, grobe Konturen vorhandener Astlöcher werden fein herausgearbeitet und natürliche Unebenheiten betont, bis das Parkett einen gealterten Touch bekommt. Eiche gehobelt entspricht gewissermaßen dem Prozedere, das die Jeans im Used-Look in der Mode umfasst. Der Farbton der Eiche gehobelt ist Blassbraun bis ins Graue gehend.

Ganz anders hingegen sieht ein Eichenparkett vom Typ Räuchereiche aus. Hierbei wird das Eichenholz mit Salmiakgeist und Ammoniak begast, bis die Säuren und Harze im Holz die gewünschte tiefdunkle Farbe produzieren. So gesehen ist auch die Eiche geräuchert eine natürliche Farbvariante, die aber erst aufgrund der speziellen Behandlung hervortreten konnte.

Eichenparkett gekälkt der Firma Parador: Parkett Trendtime 3 - Eiche gekälkt individuelle Optik | Bildquelle: © Parador GmbH

Tiefdunkel, fast Schwarz erzeugt die Räuchereiche natürlich eine ganz andere Raumwirkung, als es die helle Eiche gekalkt tut. Die Wildeiche wiederum bleibt nahe an der natürlichen Färbung, steht aber aufgrund ihrer interessanten Maserung erneut für eine abweichende, eine deutlich lebhaftere Raumwirkung. Dabei ist die Wildeiche keine separate Gattung, sondern bezeichnet im Handel eine schlichtweg besonders vorgenommene Veredelung des Eichenholzes. Optisch gesehen ist Eichenparkett also nie Eichenparkett, da das Parkett der Eiche unendlich viele Gesichter haben kann. Allen Varianten gemein sind die charakteristischen Jahresringe und kleine oder auch einmal größere Astlöcher, die am Eichenparkett gut erkennbar sind.

Belastbarkeit des Parketts der Eiche

Dass die Eiche als Parkett so variantenreich bearbeitet wird, hat einen guten Grund: Das Holz der Eiche ist sehr robust und lässt sich gut verarbeiten. Das aus dem Hartholz gefertigte Eichenparkett ist außerdem gut belastbar und toleriert hohe Beanspruchungen durchaus gut. Sie können Eichenparkett also nicht nur in wenig frequentierten Räumen nutzen, sondern auch in stark genutzten Bereichen wie dem Flur oder Wohnraum verlegen lassen. Seine Dauerhaftigkeitsklasse 2 macht das Eichenholz zu einem gut pilz- und schädlingsresistenten Holz. Das darüber hinaus sehr feste Holz eignet sich mit einer entsprechenden Versiegelung auch für den Außenbereich. Insgesamt ein gut belastbares und widerstandsfähiges Produkt.

Eichenparkett in der Praxis

Tausend Gesichter und fast ebenso viele Möglichkeiten für Eichenparkett gibt es. Denn die gute Stabilität und Härte des Holzes erlauben hier verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Aber leider auch keine für alle Varianten von Eichenparkett gültigen Aussagen. Je nachdem, wie Ihr Eichenparkett verarbeitet und versiegelt wurde, ist es mehr oder weniger anfällig für Feuchtigkeit. Ein naturbelassenes und ledigliches geöltes Produkt toleriert hier weitaus weniger Feuchtigkeit als ein stark versiegeltes.

Als angenehm fußwarmer Holzfußboden lohnt sich ein Eichenparkett vor allem in Wohn- und Schlafräumen. Auch die Verlegung über einer Fußbodenheizung ist möglich. Generell liefert die Eiche ein sehr formstabiles Holz, das sich nur gering ausdehnt, und eignet sich daher gut zur Verlegung oberhalb der Fußbodenheizung. Jedoch sollten Sie stets die Angaben zum Wärmedurchlasswiderstand beachten, der nicht größer als 0,14 K/W bis 0,18 K/W sein sollte. Erfreulicherweise neigt die Eiche trotz ihrer hohen Dichte und Festigkeit nicht zur Rissbildung, wie es beispielsweise Ahorn und Buche in Kombination mit einer Fußbodenheizung schnell tun können. Doch auch das Eichenparkett ist nicht frei von möglicher Rissbildung. Gerade das geräucherte Parkett der Eiche ist hier gefährdet und sollte vor dem Kauf genauestens überprüft werden, wenn Sie sich eine Fußbodenheizung wünschen.

Die Preise sind günstig und moderat, die Auswahl von Eichenparkett über nahezu alle Hersteller hinweg beeindruckend groß. Manch ein Hersteller füllt allein mit verschiedenen Sortierungen von Eichenparkett ganze Kataloge (z.B. Parador). Vorsicht ist jedoch geboten, wenn sie Möbel mit Metallfüßen und ein naturbelassenes Eichenparkett kombinieren. Tritt hier der Faktor Feuchtigkeit hinzu, kann die Gerbsäure des Eichenholzes mit dem Metall reagieren und für dunkle Flecken auf dem Boden sorgen. Wenn es nicht möglich ist, auf Metallfüße zu verzichten, sollten Sie besonders darauf achten, dass eine gleichmäßige Versiegelung auf dem Parkett besteht und Sie maximal nebelfeucht wischen.

Pro und Kontra von Eichenparkett

Eichenparkett ist vielseitig und immer eine Überlegung wert. Aber eben nicht frei von Nachteilen. Um Ihre Kaufentscheidung objektiv treffen zu können, empfehlen wir Ihnen einen kurzen Rundumblick auf Vor- und Nachteile der Eigenschaften von Eichenparkett.

Vorteile von Eichenparkett Nachteile von Eichenparkett
heimisches Holz neigt ggf. zur Rissbildung (Räuchereiche)
sehr gute Auswahl verschiedener Farbtöne kann in Kombination mit Metall und Feuchtigkeit oxidieren
interessante Maserung
stark belastbar
angenehm fußwarm
gut wärmeleitfähig
günstige bis moderate Preise

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Ein Parkett ist ein sehr wertiger Boden, an dem Sie lange Freude haben können. Vorausgesetzt, er wird fachgerecht verlegt und versiegelt. Um sich diese Arbeit in Eigenleistung zu sparen, können Sie einen Fachbetrieb mit der Verlegung Ihres Parkettbodens beauftragen. Wer Ihnen zum professionell verlegten Eichenparkett verhelfen kann, sagen wir Ihnen gerne und natürlich kostenfrei. Finden Sie in unserer Branchensuche Ansprechpartner aus Ihrer Region und lassen Sie Ihren Traum vom Eichenparkett in die Tat umsetzen.

Weitere Holzarten für Parkettböden finden Sie in unserer Übersicht.