Dielen abschleifen

Wer einen Dielenboden hat, möchte an diesem in der Regel lange Freude haben. Doch wie können Sie den Look der Dielen möglichst lange erhalten und was ist zu tun, wenn der Boden dann doch einmal in die Jahre gekommen ist? Wichtige Grundfragen rund ums Thema „Dielen abschleifen finden Sie im nachfolgenden Text.
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Dielen schleifen: ein erster Leitfaden

Wenn Sie einen Holzfußboden, beispielsweise einen Dielenboden, abschleifen, entfernen Sie die oberste Schicht des Bodenbelags. Hauchfein wird mit einer Schleifmaschine ein kleiner Teil der Nutzschicht inklusive der aufgebrachten Versiegelung entfernt. Das hat den Vorteil, dass ergraute Dielen oder eine beschädigte Oberfläche beseitigt werden können, ohne den Fußboden komplett neu verlegen zu müssen. Die oberste Schicht wird abgeschliffen und bringt darunter eine unberührte Holzschicht hervor. Wenn Sie diese nun versiegeln, erstrahlen Ihre Dielen in neuem Glanz. Ganz als handle es sich um einen neuen Fußboden.

Bildquelle: © Kenny - Fotolia.com

Wie oft Sie Ihre Dielen abschleifen lassen sollten, hängt stark von der Beanspruchung des Bodens und auch von der Qualität der gewählten Dielen ab. Manch ein Kunde schleift nach fünfzehn Jahren erstmals ab, bei einem anderen ist es bereits nach der Hälfte dieser Zeit nötig.

Kann ich jeden Dielenboden abschleifen lassen?

Wenn es sich um massive Dielen, also ein Naturprodukt mit einer einzigen Lage aus Echtholz, handelt, können Sie das in jedem Fall. Genau wie beim Parkett lässt sich auch ein Dielenboden sehr gut abschleifen. Dennoch sind nicht alle Dielen gleich. Manche Dielen sind sehr dick, vor allem Massivholzdielen. Dann eignen sie sich dazu, sogar mehrfach abgeschliffen zu werden. Sehr günstige Holzdielen sind oft dünner und lassen dementsprechend weniger Schleifvorgänge zu.

Und Mehrschichtdielen, die wie Fertigparkett aufgebaut sind, eignen sich zwar grundsätzlich ebenfalls zum Abschleifen, erfordern jedoch einen genauen Blick auf die Dicke der Nutzschicht. In unserem Ratgeber zu Holzdielen können Sie mehr zu den Unterschieden im Bereich der Dielen lesen. Eine einfache Grundregel lautet aber: Je dicker die Echtholzschicht, desto öfter können Sie Ihren Dielenboden abschleifen.

Lohnt es sich Dielen abschleifen zu lassen?

Auch hier gibt es eine einfache Grundregel: Je teurer der Boden bei der Anschaffung war, umso eher lohnt sich das Abschleifen. Schließlich möchten Sie nicht in einen teuren Boden investieren und diesen nach wenigen Jahren entfernen müssen. Sind Sie Besitzer eines klassischen Massivdielenbodens, der lediglich etwas in die Jahre gekommen ist, müssen Sie diesen keineswegs komplett rausreißen und ersetzen. Genau hier zeigt sich der große Vorteil eines Qualitätsprodukts. Durch fachgerechtes Abschleifen der Dielen erneuern Sie diese mit minimalem Aufwand. Sowohl der Zeitaufwand als auch die Kosten für diese Arbeit bewegen sich im moderaten Rahmen und sind deutlich günstiger, als den kompletten Fußboden auszutauschen.

Kann ich meinen Dielenboden selbst abschleifen?

Wenn Sie selbst tätig werden möchten, ist dies grundsätzlich möglich. Sie müssen dann mit Kosten für die Miete einer Schleifmaschine inklusive nötiger Aufsätze und die Kosten für Schleifpapier und einer Atemmaske gegen den Feinstaub einplanen und das Material für die abschließende Versiegelung erwerben. Die Kosten sind hier relativ günstig.

Doch die Dielen selbst abzuschleifen ist dennoch nicht ganz einfach. Welche Körnung das Schleifpapier braucht, welche Drehzahl die Schleifmaschine benötigt, um gut zu arbeiten, aber keine Beschädigungen am Boden zu hinterlassen und wie die Maschine geführt werden muss, erfordert durchaus etwas Übung. Nicht jeder kann und möchte diese Arbeiten selbst übernehmen. Sind Sie hier unerfahren, holen Sie sich in jedem Fall professionelle Hilfe.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Wenn Sie einen Profi beauftragen, der Ihren Dielenboden aufarbeiten soll, ist dies zunächst natürlich teurer, als die gleiche Arbeit in Eigenleistung zu erbringen. Insgesamt wählen Sie hier aber den sichereren Weg, denn ein Fachmann weiß genau, wie er Ihren Dielenboden abschleifen muss, um ihn wieder erstrahlen zu lassen, ohne ihn zu beschädigen.

In mehreren Vorgängen, zunächst im Grob- dann im Feinschliff, wird er Ihre Dielen mit verschiedenen Schleifpapieren aufarbeiten, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Am Ende erfolgt die Versiegelung, die den aufbereiteten Boden vor äußeren Einflüssen schützen soll. Genaue Kosten erfragen Sie am besten bei einem Ansprechpartner for Ort. Grob sollten Sie aber mit Preisen von rund 25 bis 30 € pro Quadratmeter fürs reine Abschleifen der Dielen, sowie weiteren sechs bis zehn Euro für die Versiegelungsarbeiten rechnen.

Welche Fehler sollten vermieden werden?

Dass es einige potenzielle Risiken gibt, den Boden zu beschädigen, statt zu verbessern, erwähnten wir bereits. Konkret muss zunächst eine geeignete Schleifmaschine ausgewählt werden und das gewählte Schleifpapier das richtige für Ihre Holzdielen sein. Außerdem sollte stets die korrekte Richtung des Arbeitsvorgangs beibehalten werden. Es darf weder zu viel noch zu wenig vom alten Holz abgetragen werden und die neue Oberfläche sollte frei von großen Unregelmäßigkeiten bleiben. Insgesamt erfordert diese Arbeit ein geschultes Auge und Erfahrung, die nicht jeder Heimwerker mitbringt oder sich selbst zutraut.

Wer schleift mir meine Dielen ab?

Sie wünschen sich einen Profi, der Ihnen diese Arbeit abnimmt? Dann unterstützen wir Sie gerne bei der Suche. Nutzen Sie gerne unsere kostenlose Branchensuche und finden Sie einen Fachbetrieb in Ihrer Region, der Ihre Dielen fachgerecht abschleifen kann.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Parkett

Einfamilienhaus von 1966: Grundsanierung + Renovierung: Beratung und Kosten?

Hallo, ich plane eine Komplettsanierung und Renovierung eines Einfamilienhauses aus dem Jahr 1966. Hierzu bin ich auf der Suche nach Kosteneinschätzungen und Fachprofis aus meiner Region: Was kostet eine Pelletheizung (zzgl. laufende Kosten) für ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche, 2 Kellerräume dazu wären vorhanden? Was kostet die Verlegung von Echtholzparkett, mittlere Preisklasse für ca. 115 qm, davon sind 23 qm Granit zu entfernen? Was kostet eine Vollwärmedämmung eines EFH mit ca. 220 qm zu isolierende Fläche? Was kostet ein Trockenbau von ca. 2 Meter? Was kostet die Entfernung von ca. 9 Meter nicht tragenden Innenwänden zu entfernen? Was kostet ein Bauleiter? Was kostet Teppich zu verlegen, mittlere Preisklasse, alter Teppich zu entsorgen, ca. 90 qm? Was kostet ein Türrahmen mit zwei Türen, Scharniere zu jeder Seite und zwei Schallschutztüren aus Holz, weiß? Was kostet ein neuer Sicherungskasten mit F1 Sicherungen? Was kostet ein neues Balkongelände, Stahl gebürstet ca. 3 Meter? Was kostet ein Maler für die komplette Streichung eines Hauses in weißer Farbe, ca. 250 qm inkl. Keller (leer geräumt)? Was kostet ein Außenanstrich eines EFH Hauses, Farbe Grau, ca. 200 qm Fläche?
Antwort von Energieberater Kruft

Das sind ja ganz schön viele Fragen:

Was kostet eine Pelletheizung (zzgl. laufende Kosten) für ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche, 2 Kellerräume dazu wären vorhanden?
Auf dem Lande ca. 20.000€ plus Lager, in Münschen etwa 10.000€ mehr


Was kostet eine Vollwärmedämmung eines EFH mit ca. 220 qm zu isolierende Fläche? Ohne Detailanpassungen 130 €/m² plus 20-30 € für ein System, das nicht nach 5 Jahren anfängt zu veralgen (mineralisches System), Öko nochmals 20-30 € extra (Schafwolle, Holzfaser, etc.)

-> mit Pellets+Vollwärmeschutz und noch ein wenig mehr ist sicherlich eine Förderung als Effizienzhaus möglich -> bis zu 30% Zuschuss, die man Vorher (!) beantragen muss, dazu kommt ggfs. noch BAFA und Bayern 10000

Was kostet ein Bauleiter? ohne Haftung 70-100 €/h brutto ansonsten nach HOAI= ca. Bausumme (inkl. Anteil mitzuverarbeitende Bausubtanz) x 5%

Was kostet ein Türrahmen mit zwei Türen, Scharniere zu jeder Seite und zwei Schallschutztüren aus Holz, weiß?


Was kostet ein Außenanstrich eines EFH Hauses, Farbe Grau, ca. 200 qm Fläche? mit Gerüst ca. 30-45 €/m²

Fußbodenheizung von 1982: Parkettboden nicht möglich?

Guten Tag, wir haben noch eine herkömmliche elektrische Fußbodenheizung, die 1982 eingebaut wurde. Jetzt wollten wir Parkett verlegen, doch es hieß, das sei nicht möglich. Durch die schnelle Erwärmung der Heizspiralen könnte das Holz arbeiten und sich verziehen. Stimmt das? Was raten Sie uns? Vielen Dank und freundliche Grüße!
Antwort von Willi Wunderlich

Parkettleger und Hersteller der FBH befragen, ist haarig.

Gruß, Wunderlich

Dehnungsfuge bei Fußbodenheizung vergessen

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben Anhydritestrich verlegen lassen und festgestellt, dass zwischen Wohnzimmer und Küche (getrennt steuerbare Fußbodenheizung und offene Wohnküche) die Dehnungsfuge vergessen wurde. Kann man hier nachträglich etwas korrigieren und wie bzw. muss man das überhaupt, da wir Landhausdiele/Parkett überall verlegen möchten? Vielen Dank und viele Grüße, Familie Müller
Antwort von Firma NATURAL-Energy - Energie-Umwelt-Konzepte UG

Sehr geehrte Familie Müller,

fragen sie ihren Installateur, wie er die Heizkreise für Küche und Wohnzimmer verlegt hat.
In dem Übergangs-Bereich zwischen Küche und Wohnzimmer werden wohl keine Heizschlangen verlegt sein.
Dann können sie mit einer Flex den Estrich aufschneiden und sie haben eine Dehnungsfuge.

Sie haben nur ein Problem mit ihrem Landhausdiele/Parkett. Denn Holz leitet die Wärme nicht.
Sie werden keine Wärme in ihrem Wohnzimmer/Küchen haben, bzw. sie müssen erhebliche Energie aufwenden müssen, um überhaupt etwas Wärme zu haben.

Gruß,
Johann Christl

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