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Dielen oder Parkett: ähnlich, aber eigenständig

Dielen und Parkett werden oft in einem Atemzug genannt. Tatsächlich sind sich auch beide Holzbeläge sehr ähnlich, aber keineswegs identisch. Was genau nun die Unterschiede zwischen Dielen und Parkett sind und ob eine Variante besser als die andere ist, lesen Sie im nachfolgenden Text.
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Gemeinsamkeiten von Dielen und Parkett

Lassen Sie uns mit den Gemeinsamkeiten beginnen, denn diese sind vielfältig. Sowohl Dielenboden als auch Parkett sind Echtholzböden. Damit ist die Grenze zu Produkten wie dem Laminat, das zwar auch eine Holzschicht im Inneren hat, obenauf aber lediglich eine in Holzoptik bedruckte Dekorfolie, gesteckt.

Parkett und auch Dielen haben eine Oberschicht aus Echtholz. Diese obere Schicht wird anschließend mit Ölen oder Lacken versiegelt. Die Tatsache, dass es sich bei Parkett und Dielen um eine Echtholzschicht handelt, bringt klare Vorteile mit sich. Denn im Gegensatz zum Laminat können Dielen und Parkett abgeschliffen und so renoviert werden. Das macht einen Echtholzboden zu einer langlebigen Anschaffung, an der Sie lange Freude haben können. Je nach Aufbauhöhe bzw. Dicke der massiven Holzschicht ist ein Abschleifen seltener oder öfter möglich. Der jeweilige Aufbau wirkt sich auch auf die Verlegeweise aus. Hier liegt eine weitere Gemeinsamkeit der beiden Holzböden, denn beide können sowohl schwimmend verlegt als auch direkt mit dem Untergrund verklebt werden.

Auf einen Blick zusammengefasst sind die Gemeinsamkeiten von Parkett und Dielen diese:

  • Oberschicht aus Echtholz
  • können abgeschliffen und renoviert werden
  • sowohl ein- als auch mehrschichtig erhältlich
  • eignen sich für die schwimmende oder verklebte Verlegung
  • breite Auswahl verschiedener Holzarten möglich

Parkett vs. Dielen: Unterschiede

Wo aber liegen nun noch die Unterschiede von Parkett und Dielen? Auch wenn es zunächst nach beinahe deckungsgleichen Eigenschaften klingt, gibt es einen klaren Unterschied. Und der liegt in der Größe der einzelnen Verlegeeinheiten. Während Parkett heute sowohl klassisch im handlichen Format mit einer Länge von ca. 2,20 m und einer Breite von etwa 18,5 cm angeboten wird, sind Dielen wesentlich größer.

Ganz klassisch wurde eine Echtholzdiele in der Gesamtlänge des Holzstammes angefertigt und kann so rasch Längen von vier Metern oder mehr erreichen. Dieses voluminöse Erscheinungsbild ist zwar nicht gerade kompakt und handlich, macht aber den Charakter einer echten Holzdiele aus.

Parkett hingegen spielt auch öfter in anderen Ligen mit und wird heute neben dem Standardformat auch breiter, schmaler, länger oder kürzer angeboten. Das ermöglicht deutlich größeren Spielraum in Sachen Raumwirkung. Dielen hingegen bleiben in ihrer Größe beeindruckend und auf eine gewisse Art immer majestätisch. Hier hat die gewählte Holzart dafür wortwörtlich jede Menge Platz ihre ganze Schönheit zu zeigen. Natürliche Unregelmäßigkeiten, kleine Einschlüsse im Holz, beeindruckende Farbnuancen – all das kann die großformatige Diele immer ein wenig besser zeigen.

Unterschiede von Dielen vs. Parkett auf einen Blick:

  • Dielen sind deutlich länger als Parkett
  • Parkett ist durch verschiedene Formate flexibler
  • Dielen sind für Laien meist schwieriger zu verlegen
  • Größe der Dielen verleiht einen besonders authentischen Look

Gibt es Fertigdielen?

Dass es Fertigparkett gibt, wissen die meisten Kunden schon vor dem Kauf. Denn der Handel weiß um die optischen Vorzüge dieses Produktes, aber auch um seine Herausforderungen in Sachen Verlegung. Um einen Parkettboden schneller und unkomplizierter verlegen zu können – und auch um das Endprodukt insgesamt günstiger produzieren zu können – gibt es sogenanntes Fertigparkett aus mehreren Schichten. Hierbei ist nur noch die oberste Schicht massiv, die darunterliegende besteht aus einer Holzfaserplatte.

Großer Vorteil dieser Variante ist, dass der Parkettboden hier schwimmend verlegt werden kann, also ohne zusätzlichen Klebstoff oder Nägel. Das geht nicht nur schneller, sondern erleichtert auch im Falle eines Auszugs die Entfernung des Bodenbelags. Von rund 7,9 Mio. Quadratmetern produzierten Parketts im Jahr 2016 in Deutschland machte mehrschichtiges Parkett den Löwenanteil (7,3 Mio. Quadratmeter) aus. Und auch Hersteller von Dielen bieten diese Option zunehmend an. Trotzdem scheint hier die klassische Verlegeweise, also den Boden zu verkleben oder gar auf den Untergrund zu nageln, noch deutlich präsenter zu sein. Grundsätzlich gibt es aber auch mehrschichtige Dielen, die auch zunehmend oft angeboten werden.

Klassiker kurz erklärt: Schiffsboden oder Landhausdielen

Besonders diese beiden Begriffe tummeln sich im Segment der Holzfußböden, sodass wir an dieser Stelle gerne für Klarheit sorgen möchten. Kurz zusammengefasst handelt es sich bei Landhausdielen um lange und meist auch sehr breite Holzdielen, die eine durchgängige – eben, wie sie in der Natur gewachsen ist – Optik haben. Beim Schiffsboden klingt zwar der Name noch rustikaler, doch dieses Produkt ist im Grunde moderner. Zwar waren Schiffsplanken die wohl ersten Dielen der Geschichte. Heute erinnert der Schiffsboden jedoch nur noch optisch an alte Zeiten, sein Aufbau ist deutlich moderner geworden.

Aus drei Stäben, die aneinander geleimt werden, entsteht eine breite Verlegeeinheit. Die Raumwirkung ist hier eine völlig andere als bei der Landhausdiele, denn sie ermöglicht mehr optische Brüche und forciert Unregelmäßigkeiten der Oberfläche geradezu. Insgesamt ist es immer eine Geschmacksfrage, ob Ihnen der edle und authentische Look der Landhausdiele oder der wildere Charakter des Schiffsbodens besser gefällt.

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