​ Wischen, wachsen, Ölen: So pflegen Sie Ihren Dielenboden

Kann ein Dielenboden feucht gewischt werden und muss er regelmäßig neu versiegelt werden? Wo ist der Unterschied zwischen Öl- und Lackversiegelung? Und welche Pflegemittel sollte jeder Besitzer eines Dielenbodens zu Hause haben? Antworten auf die häufigsten Fragen gibt es im nachfolgenden Text.
Jetzt Fachbetriebe für Ihr Projekt finden
  • Fachbetriebe vor Ort finden
  • Mit einer Anfrage bis zu 5 Angebote erhalten
  • Garantiert einfach, kostenlos und unverbindlich!
ParkettDielenbodenDielen pflegen

Muss ich einen neuen Dielenboden immer versiegeln?

Nein. Es kommt darauf an, für welches Produkt Sie sich entschieden haben. Werfen Sie hierzu einfach einen Blick auf die Verpackung Ihrer Dielen. Dort finden Sie Angaben darüber, ob diese bereits versiegelt sind, oder Sie dies nach dem Verlegen Ihres Bodens nochmals tun sollten. Sind Ihre Dielen bereits vorbehandelt, sollten Sie dennoch darüber nachdenken, die entstehenden Fugen separat zu versiegeln, um den Boden effektiver zu schützen.

Bildquelle: © ivan kmit - Fotolia.com

Welche Versiegelung sollte ich wählen?

Die Versiegelung Ihres Dielenbodens ist der erste und mitunter wichtigste Schritt für die nachfolgende Pflege des Bodenbelags. Denn welche Versiegelung Sie wählen, hat nicht nur einen Einfluss auf die Optik, sondern unmittelbar auch auf die Pflegeeigenschaften des Bodens. Wählen Sie zunächst eine Versiegelung aus und entscheiden Sie sich hier zwischen:

  • 1-Komponenten-Versiegelungen: Genau wie beim Parkett, versiegeln Sie bei einer 1-Komponenten-Versiegelung Ihren Dielenboden lediglich mit einer Komponente, meist mit einem Acryllack. Diese Versiegelungsform ist günstig, aber auch relativ kratzempfindlich.
  • 2-Komponenten-Versiegelung: Widerstandsfähiger als die 1-Komponenten-Versiegelung sind diese Produkte. Denn zum Lack tritt eine härtende Substanz hinzu, die den Dielenboden später robuster und die aufgetragene Versiegelung abriebfester machen soll.
  • 3-Komponenten-Versiegelung: Eher optische Kriterien sind es, die Käufer zu den sogenannten 3-Komponenten-Versiegelungen greifen lassen. Rein vom Schutz des Bodens her sind diese mit den vorherigen 2K-Versiegelungen vergleichbar. Jedoch enthalten Sie zusätzlich einen UV-Schutz, der den Dielenboden vorm Verblassen oder Ergrauen bewahren soll. Gerade wenn Sie einen Dielenboden aus hellem Holz wie Ahorn oder Fichte bevorzugen, ist diese Versiegelung sinnvoll. Wie bei nahezu allen Lacken, beruht die harte Schicht der Versiegelung auf chemischer Basis.
  • Öl- oder Wachs-Versiegelung: Im Gegensatz zu den Produkten aus Lackbasis, können Sie auch lediglich mit Öl versiegeln oder mit einer Kombination aus Öl und Wachs. Wobei es sich genau genommen dann nicht um eine abschließende Versiegelung handelt, sondern lediglich um einen kurzfristigen Schutzfilm. Entscheiden Sie sich fürs Ölen, müssen Sie dies regelmäßig wiederholen, um den Schutz aufrechtzuerhalten. Eine Kombination aus Öl und Wachs schützt hier schon etwas besser und ist trotzdem eine natürliche Behandlungsmethode.

Kann ich einen geölten oder lackierten Dielenboden besser pflegen?

Öl imprägniert den Dielenboden zwar, erschwert aber den Pflegeaufwand spürbar. Denn zum einen müssen Sie hierbei regelmäßig nachölen, zum anderen gilt es hier, besonders bei Feuchtigkeit aufzupassen. Während Sie einen lackierten Dielenboden bedenkenlos leicht feucht abwischen können, sollte beim geölten Dielenboden nur sehr reduziert mit Feuchtigkeit gearbeitet werden. Das Ölen ist zwar eine sehr natürliche und auch dem Rohstoff Holz optisch schmeichelnde Behandlung, bringt aber klare Abstriche im Bezug auf Widerstandsfähigkeit und Reinigung mit.

Wie aufwendig ist ein geölter Dielenboden?

Es gibt keine pauschale Angabe, wie oft Sie einen geölten Dielenboden neu ölen sollten. Nicht jede Holzart verhält sich hier gleich, übergreifend können Sie aber damit rechnen, den Dielenboden etwa einmal jährlich oder etwas seltener nachzuölen. Wichtig ist es, bei der alltäglichen Pflege besonders mild zu reinigen. Wischen oder saugen Sie einen naturbelassenen und anschließend geölten Dielenboden öfter trocken und wischen Sie nur leicht nebelfeucht. Wenn Sie dabei einen Schuss Pflegemittel ins Putzwasser geben, tut das der Oberfläche des Bodens gut. Für geölte und auch für lackierte Böden gibt es im Handel spezielle Pflege- und Reinigungsprodukte.

Wie pflege ich richtig, um den Dielenboden zu schonen?

Holz ist ein natürlicher Rohstoff und immer potenziellen Beschädigungen ausgesetzt. Gerade wenn Ihr Dielenboden aus einem eher weichen Holz besteht, ist eine schonende Pflege wichtig. Zwar schützt eine Versiegelung auf Lackbasis gut vor Kratzern, aber eben nicht allumfassend. Auch hier können Sie bei der Reinigung vorbeugen. Statten Sie Ihren Staubsauger mit einer speziellen Parkettdüse aus, die besonders weich ist. Und verzichten Sie auf aggressive Reinigungs- und Pflegeprodukte, die die Schutzschicht des Dielenbodens angreifen könnten.

Wie erhalte ich einen dauerhaft gepflegten Dielenboden?

Die richtigen Pflegeprodukte und nicht mehr Feuchtigkeit als nötig – das ist die vielversprechendste Kombination, wenn es um die Pflege eines Dielenbodens geht. Scharfe Reinigungsmittel greifen die Oberfläche des Holzes an, je naturbelassener er ist, umso eher. Trotzdem dürfen Sie regelmäßig, etwa einmal wöchentlich, nebelfeucht durchwischen. Wenn Sie ein geeignetes Pflegemittel ins Wasser geben, haben Sie lange Freude an Ihrem Bodenbelag. Und ist der Dielenboden irgendwann ergraut oder beschädigt, zeigen sich die großen Vorteile dieses Fußbodens. Denn im Gegensatz zu beschädigtem Teppich können Sie den Dielenboden ganz einfach renovieren. Wie das geht, lesen Sie ergänzend in unserem Ratgeber zum Thema „Dielenboden abschleifen“.

Wer zeigt mir die richtige Pflege?

Möchten Sie einen ganz natürlichen Look und ein unbedenkliches Pflegeprodukt, weil kleine Kinder im Haus sind? Oder sind Ihnen Stoß- und Kratzfestigkeit besonders wichtig, weil der Boden stark beansprucht wird? Je nachdem, wo Ihre Bedürfnisse liegen und welche Holzart Ihre Wunschdielen haben, unterscheiden sich die konkreten Pflegetipps ein wenig. Ein Boden-Profi aus Ihrer Region kann Ihnen hier professionelle Tipps geben, oder Ihnen beim Verlegen oder Abschleifen Ihres Bodens helfen. Fragen Sie gerne bei uns an und wir senden Ihnen die Kontakte von kompetenten Fachbetrieben in Ihrer Nähe.

Weiterlesen zum Thema "Kaufberatung"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Parkett

Einfamilienhaus von 1966: Grundsanierung + Renovierung: Beratung und Kosten?

Hallo, ich plane eine Komplettsanierung und Renovierung eines Einfamilienhauses aus dem Jahr 1966. Hierzu bin ich auf der Suche nach Kosteneinschätzungen und Fachprofis aus meiner Region: Was kostet eine Pelletheizung (zzgl. laufende Kosten) für ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche, 2 Kellerräume dazu wären vorhanden? Was kostet die Verlegung von Echtholzparkett, mittlere Preisklasse für ca. 115 qm, davon sind 23 qm Granit zu entfernen? Was kostet eine Vollwärmedämmung eines EFH mit ca. 220 qm zu isolierende Fläche? Was kostet ein Trockenbau von ca. 2 Meter? Was kostet die Entfernung von ca. 9 Meter nicht tragenden Innenwänden zu entfernen? Was kostet ein Bauleiter? Was kostet Teppich zu verlegen, mittlere Preisklasse, alter Teppich zu entsorgen, ca. 90 qm? Was kostet ein Türrahmen mit zwei Türen, Scharniere zu jeder Seite und zwei Schallschutztüren aus Holz, weiß? Was kostet ein neuer Sicherungskasten mit F1 Sicherungen? Was kostet ein neues Balkongelände, Stahl gebürstet ca. 3 Meter? Was kostet ein Maler für die komplette Streichung eines Hauses in weißer Farbe, ca. 250 qm inkl. Keller (leer geräumt)? Was kostet ein Außenanstrich eines EFH Hauses, Farbe Grau, ca. 200 qm Fläche?
Antwort von Energieberater Kruft

Das sind ja ganz schön viele Fragen:

Was kostet eine Pelletheizung (zzgl. laufende Kosten) für ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche, 2 Kellerräume dazu wären vorhanden?
Auf dem Lande ca. 20.000€ plus Lager, in Münschen etwa 10.000€ mehr


Was kostet eine Vollwärmedämmung eines EFH mit ca. 220 qm zu isolierende Fläche? Ohne Detailanpassungen 130 €/m² plus 20-30 € für ein System, das nicht nach 5 Jahren anfängt zu veralgen (mineralisches System), Öko nochmals 20-30 € extra (Schafwolle, Holzfaser, etc.)

-> mit Pellets+Vollwärmeschutz und noch ein wenig mehr ist sicherlich eine Förderung als Effizienzhaus möglich -> bis zu 30% Zuschuss, die man Vorher (!) beantragen muss, dazu kommt ggfs. noch BAFA und Bayern 10000

Was kostet ein Bauleiter? ohne Haftung 70-100 €/h brutto ansonsten nach HOAI= ca. Bausumme (inkl. Anteil mitzuverarbeitende Bausubtanz) x 5%

Was kostet ein Türrahmen mit zwei Türen, Scharniere zu jeder Seite und zwei Schallschutztüren aus Holz, weiß?


Was kostet ein Außenanstrich eines EFH Hauses, Farbe Grau, ca. 200 qm Fläche? mit Gerüst ca. 30-45 €/m²

Fußbodenheizung von 1982: Parkettboden nicht möglich?

Guten Tag, wir haben noch eine herkömmliche elektrische Fußbodenheizung, die 1982 eingebaut wurde. Jetzt wollten wir Parkett verlegen, doch es hieß, das sei nicht möglich. Durch die schnelle Erwärmung der Heizspiralen könnte das Holz arbeiten und sich verziehen. Stimmt das? Was raten Sie uns? Vielen Dank und freundliche Grüße!
Antwort von Willi Wunderlich

Parkettleger und Hersteller der FBH befragen, ist haarig.

Gruß, Wunderlich

Dehnungsfuge bei Fußbodenheizung vergessen

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben Anhydritestrich verlegen lassen und festgestellt, dass zwischen Wohnzimmer und Küche (getrennt steuerbare Fußbodenheizung und offene Wohnküche) die Dehnungsfuge vergessen wurde. Kann man hier nachträglich etwas korrigieren und wie bzw. muss man das überhaupt, da wir Landhausdiele/Parkett überall verlegen möchten? Vielen Dank und viele Grüße, Familie Müller
Antwort von Firma NATURAL-Energy - Energie-Umwelt-Konzepte UG

Sehr geehrte Familie Müller,

fragen sie ihren Installateur, wie er die Heizkreise für Küche und Wohnzimmer verlegt hat.
In dem Übergangs-Bereich zwischen Küche und Wohnzimmer werden wohl keine Heizschlangen verlegt sein.
Dann können sie mit einer Flex den Estrich aufschneiden und sie haben eine Dehnungsfuge.

Sie haben nur ein Problem mit ihrem Landhausdiele/Parkett. Denn Holz leitet die Wärme nicht.
Sie werden keine Wärme in ihrem Wohnzimmer/Küchen haben, bzw. sie müssen erhebliche Energie aufwenden müssen, um überhaupt etwas Wärme zu haben.

Gruß,
Johann Christl

Eigene Frage stellen

Frage stellen

HausCo Logo
Experten & Fachbetriebe beantworten kostenlos Ihre Fragen
Jetzt Frage stellen