Parkett verlegen lassen

7. Oktober 2020
Sie können sowohl massives Parkett als auch Fertigparkett vom Fachmann verlegen lassen. Wo der Unterschied liegt, was beim Verlegen generell wichtig ist und was Sie über Fertig- und Klickparkett sonst noch wissen sollten, erklären wir Ihnen in diesem Artikel und geben Leseempfehlungen für angrenzende Fragen.
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Parkett verlegen lassen: Unterschiede, Argumente und häufige Fragen

Bevor Sie sich um die Frage kümmern, ob Sie Ihr Parkett verlegen oder verkleben lassen sollten, empfehlen wir Ihnen, sich die Unterschiede von Fertigparkett und Massivparkett genau anzusehen. Denn beide Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile.

Pro Massivparkett Kontra Massivparkett
gute Belastbarkeit hoher Preis
lange Lebensdauer Verlegen dauert oft länger
sehr authentischer Echtholzlook Boden erst nach Wartezeit begehbar
gute Reparatur- und Renovierungsmöglichkeiten Oberfläche muss noch versiegelt werden (nicht fertig geölt)
gute Möglichkeit für die Verlegung auf einer Fußbodenheizung

Was massives Parkett außerdem auszeichnet und welche Varianten es heute im Handel gibt, erfahren Sie in diesem weiterführenden Artikel.

Pro Klickparkett Kontra Klickparkett
günstiger Preis geringe Lebensdauer
schnelles Verlegen schlechtere Reparatur- und Renovierungsmöglichkeit
Boden schnell nach dem Verlegen begehbar meist schlechtere Heizleistung in Kombination mit einer Fußbodenheizung
bereits fertig behandelte Oberfläche

Mehr über die Charakteristik von Fertigparkett können Sie auch in unserem separaten Ratgeber zu diesem Parkett lesen.

Grundsätzlich können beide Parkette gute Möglichkeiten für Sie sein. Zusammengefasst ist das Verlegen eines Massivparketts meist aufwendiger, das Endprodukt dafür aber langlebiger. Das fertige Parkett hingegen können Sie schneller und nahezu ohne zusätzliches Material verlegen lassen, dafür sind die Möglichkeiten einer Renovierung hier deutlich eingeschränkter.

Verkleben oder verlegen?

Wie gut und haltbar ein Parkett nach dem Verlegen ist, hängt auch von der gewählten Verlegeweise ab. Ganz traditionell wurde Parkett genagelt, also mit Hammer und Nägeln fest mit dem Untergrund verbunden. Beim heutigen Verlegen spielt das Vernageln aber kaum noch eine Rolle und wurde fast komplett von zwei anderen Verlegevarianten abgelöst. Wenn wir heute vom Parkettverlegen sprechen, ist damit entweder das Verkleben oder das schwimmende Verlegen der Holzelemente gemeint.

Die Frage, ob Sie besser verkleben oder schwimmend verlegen sollten, hängt maßgeblich davon ab, für welches Parkett Sie sich entschieden haben. Massives Parkett wird häufig verklebt, Fertigparkett hingegen ohne zusätzlichen Klebstoff verlegt. Diese Variante nennt man dann schwimmende Verlegung, weil die Parkettelemente nur ineinandergehakt und ansonsten losgelöst auf dem Untergrund liegen. Wenn Sie möchten, können Sie auch ein Klickparkett verkleben, es macht nur wenig Sinn, weil dann der Reiz des komfortablen und schnellen Verlegens verloren geht. Aber sehen wir uns die beiden Verlegearten noch einmal genauer an.

Vorteile des schwimmend verlegten Fertigparketts

Ein Klickparkett, das schwimmend verlegt wird, spart vor allem Zeit. Aber auch Geld, denn es ist kein zusätzlicher Klebstoff nötig, keine Versiegelungen, um das Parkett nach dem Verlegen noch zu ölen oder zu lackieren und auch keine spezielle Untergrundbehandlung. Das Verlegen funktioniert hier verhältnismäßig einfach und ist auch für den Laien machbar.

Parkett verlegen: schwimmend verlegtes FertigparkettBildquelle: © Ingo Bartussek - Fotolia.com

Wenn Sie einen Profi damit beauftragen möchten, Ihr Parkett zu verlegen, wird dieser beim Klickparkett mit deutlich weniger Arbeitsstunden zurechtkommen, als es bei der verklebten Variante der Fall wäre. Auch eine zusätzliche Trittschalldämmung ist hier kein Problem und kann ganz einfach unter den Klickelementen angebracht werden. Außerdem positiv ist die schnelle Austauschbarkeit des schwimmend verlegten Parketts. Im Gegensatz zum verklebten Parkettboden können die einzelnen Parkettstäbe schnell und sauber wieder entfernt werden. Dies lohnt sich vor allem für Mieter, die ein Parkett in der Mietwohnung verlegt haben, es vor dem Auszug aus der Wohnung aber wieder entfernen müssen.

Nachteile der schwimmenden Verlegung

Es ist zwar herrlich einfach, aber nicht frei von Nachteilen, das schwimmende Verlegen. Denn wenn das Parkett beim Verlegen nur aufgelegt und nicht verklebt wird, kommt es leicht zum Nachfedern des Bodens. Sie spüren hier bei jedem Schritt, dass das Parkett nachgibt und ein wenig mit Ihren Schritten mitfedert. Dies ist vor allem bei größeren Bodenflächen der Fall.

Wer schwimmend verlegen möchte, sollte außerdem ein besonderes Augenmerk auf die Abstandsflächen zur Wand legen. Denn wird ein Klickparkett nicht fachmännisch schwimmend verlegt, entstehen bei Temperaturschwankungen leicht unschöne Fugen. Auch wer sich eine Fußbodenheizung unter dem Klickparkett wünscht, muss aufpassen. Denn die Luftschicht zwischen Parkett und Untergrund kann die Heizleistung verringern. Beim Fertigparkett ist es daher unerlässlich, genau auf den richtigen Wärmedurchlasswiderstands des Produkts zu achten, wenn eine Fußbodenheizung darunter verlegt werden soll.

Vorteile des Verklebens

Massivparkett wird nicht nur verklebt, weil es sich nicht zum Klicken eignet, sondern auch, weil dieses Verlegen große Vorteile hat. Gerade sprachen wir von der Fußbodenheizung. Ein verklebter Boden wird immer eine bessere Heizleistung erzielen als einer, der schwimmend verlegt wurde, weil hier keine Luftschicht zwischen Heizelementen und Parkett entsteht und die Wärmeleistung dämpfen kann. Auch der Trittschall ist bei diesem Verlegen deutlich geringer und das Abschleifen ist leichter möglich, weil der Boden festgeklebt und damit nicht mehr beweglich ist.

Parkett verlegen: verklebtes MassivparkettBildquelle: © VRD - Fotolia.com

Nachteile des verklebten Verlegens

Im Gegenzug ist dieses Verlegen teurer, denn Sie benötigen zusätzliches Material wie geeigneten Klebstoff. Außerdem muss der Untergrund bei dieser Art der Parkettverlegung sorgfältiger vorbereitet werden. Nur, wenn der Untergrund eben und sauber ist, können Sie Ihr Parkett anbringen. Das Verlegen des Parketts ist insgesamt deutlich zeitaufwendiger und für Laien schwerer durchführbar als die schwimmende Verlegung.

Ihr Weg zum professionell verlegten Boden

Es sind viele Entscheidungen, die Sie auf dem Weg zum professionell verlegten Parkett treffen müssen. Nicht nur die Frage, ob Sie ein Massiv- oder Klickparkett verlegen lassen möchten, sei hier genannt, sondern auch die nach dem geeigneten Verlegemuster. In unserem Übersichtstext zu den verschiedenen Verlegearten von Parkett finden Sie Hilfen, wie Sie sich für Ihren Favoriten entscheiden können und was das einzelne Produkt kennzeichnet. Um Ihnen zu beantworten, welches Parkett Sie auf einer Fußbodenheizung legen lassen können, legen wir Ihnen außerdem diesen Artikel ans Herz.

Wenn Sie schließlich alle wichtigen Fragen zum richtigen Parkettboden für sich beantworten konnten, aber auch, wenn es noch offene Fragen gibt, ist der Gang zum Fachbetrieb der sinnvolle nächste Schritt. Finden Sie in unserer kostenlosen Branchensuche heraus, welcher Boden-Profi Ihnen vor Ort helfen kann, damit Sie Ihren Traumboden bekommen.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Parkett verlegen

Parkettbodenverlegung und Kücheneinbau - aber in welcher Reihenfolge?

Soll zuerst der Parkettboden verlegt werden, dann die neue Küche aufgestellt werden oder sollte man zuerst die Küche einbauen und dann den Boden verlegen? Parkettverleger sagen zuerst die Küche, Küchenbauer sagen zuerst der Boden. Was raten Sie uns?
Antwort von Premiumbau Schütz

Wie so vieles ist dies Ermessenssache.
Der Küchenbauer kann ich mir vorstellen hätte gerne den Boden verlegt damit er die Küche auch inklusive Sockelleiste fertig montieren kann.
Der Fussbodenleger wenn er ihnen einen Komplettpreis angeboten hat, tendiert darauf unter der Küche keinen Boden zu verlegen weil er sich dadurch auch Material spart.
Natürlich ist beides möglich.
Aus Sicherheitsaspekten würde ich Ihnen raten den Boden vorher komplett durch zu legen. Dies rührt nur daher falls ein Wasserschaden mal wäre bemerken sie diesen lange bevor hinter der Küche 1 cm hoch das Wasser steht.
Dies ist dein Ziege Grund weshalb ich dafür sprechen würde den Boden vorher durch zu legen.

Fußkalten Boden dämmen

Wir möchten in unsere Eigentumswohnung ca. 70 m2 Laminatboden setzen. Gerne auch Parkett. Problem: Unter unserer Wohnung ist eine offene Tiefgarage und es ist sehr fußkalt. Welche Dämmungsmöglichkeiten gibt es? Wer kann uns das machen?
Antwort von M & J Bau - Design KG

Für ihr Problem gibt es ein sehr spezielles system , mit 1,5mm stärke ist es möglich eine elektroheizung zu verbauen die weniger energie verbraucht wie normale heizsysteme , dieses system ist so entwickelt worden das man direkt darüber laminat oder ähnliche bodenbeläge verbauen darf & kann , ich würde ihnen empfehlen ein klicksystem zu verlegen das gibt es auch mit sehr schönen holzoptiken & hat den vorteil das es sehr langlebig ist , gut zu reinigen & bei einer repartur sich sehr gut wechseln läßt ohne schäden zu verursachen , zu dem bilden sich nicht so viele staubflusen wie bei Laminat , bei diesem system kann noch eine super flache dämmung verbaut werden & so mit ist ihr wohnraum nicht mehr fußkalt , das ist die beste lösung aus fachlicher sicht , gerne können wir ihnen dazu ein Angebot erstellen , sollten noch fragen bestehen können sich mich über funk bis spät abends erreichen

Fußbodenheizung mit Parkett verlegen

Ich möchte Fussbodenheizung mít Parkett verlegen. Neubau. Was muss ich beachten? Muss Parkett verklebt oder doch besser schwimmend verlegt ? Ich habe mich schon aus diesem Grund für Eiche entschieden, aber weiß nicht, worauf ich sonst noch achten muss. Ich habe in meiner derzeitigen Wohnung unter dem Bucheparkett (verklebt) nur Rücklauf für Fußbodenheizung, seit 10:Jahren nichts passiert. Granit möchte ich nicht mehr, kalt und laut. Parkett ist einfach angenehm. Fläche ca. 70 m2
Antwort von Firma NATURAL-Energy - Energie-Umwelt-Konzepte UG

Wenn ich Ihnen jetzt einen Rat gebe, haben Sie keine Garantie.
Es gibt dann auch noch Informationen über einen effizienten Fußbodenaufbau.
Deshalb melden Sie sich bitte.

Massivholzparkett schwimmend auf Korktrittschalldämmung verlegen

Kann man Massivholzparkett auch schwimmend direkt auf einer Korktrittschalldämpfung verlegen? Oder muss man hier noch eine Zwischenschicht einplanen? Habe ich es richtig verstanden, dass es schwieriger zu verlegen ist als Fertigparkett - aber warum eigentlich?
Antwort von Parkett und Boden Hutzler

Massivholzparkett darf grundsätzlich nicht schwimmend verlegt werden.
Die einzige Alternative zur Verklebung von Massivholzparkett, ist das vernageln durch die Nut.
Einzig und allein kann Mehrschicht-Parkett schwimmend verlegt werden, und dann auch nur als Dreischichtige Ware.
Zweischichtiges Parkett, also Parkett mit Nutzschicht und Gegenzug, ist ebenso nur für die Verklebung freigegeben.

Falls das Parkett Mehrschicht-Parkett sein sollte kann dies auf unbehandelten Kork durchaus schwimmend verlegt werden.

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