Landhausdielen: Mehr von allem

22. April 2021
Die Landhausdiele ist der Bodenbelag der Superlative: größer, authentischer, eindrucksvoller. Warum Landhausdielen so beliebt sind, was der Handel in diesem Bereich heute anbietet und was Sie vor dem Kauf Ihrer eigenen Landhausdielen trotzdem unbedingt wissen sollten, zeigt der nachfolgende Text.
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ParkettDielenbodenLandhausdielen

Landhausdielen: Am Anfang war das Landhausflair

Früher lagen Landhausdielen vor allem in ihren namensgebenden Gebäuden: großzügigen Landhäusern oder auch in Schlössern, was ihnen den Beinamen Schlossdielen einbrachte. Ihr Hauptaugenmerk lag und liegt klar auf der Großzügigkeit der Diele. Denn genau das macht den Charme dieser Holzdielen aus.

Bildquelle: © hanohiki - Fotolia.com

Wenn Sie einmal an ein typisches Landhaus denken, was kommt Ihnen dann in den Sinn? Weitläufige Räume bestimmt, eine Einrichtung in eher hellen Farbnuancen möglicherweise und das präsente Gefühl, der Natur ganz nah zu sein eventuell auch. All das können auch Sie in Ihrem Zuhause einfangen, selbst wenn Sie nicht Besitzer eines eigenen Landhauses sind. Denn genau das ermöglichen Ihnen Parketthersteller, indem Sie auch heute noch Landhausdielen produzieren und verkaufen.

Die Maximallösung

Landhausdielen sind imposant. Oftmals sind die einzelnen Dielen so lang wie der Stamm des Baumes, aus dem sie gewonnen wurden. In der Praxis bedeutet das, dass Sie selten eine Landhausdiele unter zwei Metern Länge bekommen werden und Landhausdielen mit Maßen von bis zu vier oder fünf Metern absolut keine Exoten sind.

Diese imposante Erscheinung der einzelnen Landhausdielen hat klare Vorteile, insbesondere was ihre Raumwirkung angeht. Bei so viel Länge ist es wunderbar möglich, die ganze Spielart des natürlichen Werkstoffs Holz zu zeigen: Maserungen, kleine Einschlüsse, Verästelungen, Farbspiele in verschiedenen Nuancen und Schattierungen - dieser Boden ist optisch ein besonders authentischer. Und vielleicht genau deshalb so beliebt.

Nahezu jeder Parketthersteller führt mindestens eine Produktlinie im Bereich Landhausdielen, oftmals sogar mehrere von der klassischen bis zur XXL-Landhausdiele. Und auch im Bereich Laminat werden großformatige Verlegeeinheiten im Landhauslook angeboten.

Vorteil Raumwirkung, Nachteil Verlegung

Was für die weitläufige Raumwirkung ein Vorteil ist, bringt auf der anderen Seite leider auch kleine Nachteile mit sich. Oder zumindest Begleiterscheinungen, die Sie vor dem Kauf kennen sollten. Landhausdielen zu verlegen ist nämlich verhältnismäßig schwierig. Zwar gibt es diese sowohl als Fertigparkett als auch als Laminat im komfortablen Klicksystem.

Aber allein das große Format macht ungeübten Heimwerkern schnell Probleme, die großen Verlegeeinheiten zu handeln. Es macht schlichtweg einen Unterschied, ob Sie eine Holzdiele mit 1,60 m Länge verlegen wollen oder voluminöse Landhausdielen mit doppelt so großen Abmessungen im Raum bewegen. Für sehr kleine oder verwinkelte Räume werden Sie an Landhausdielen ebenfalls eher weniger Freude haben, das sollte Ihnen von Beginn an bewusst sein. Denn ist der Raum nur drei Meter breit, können Sie mit einer vier Meter langen Holzdiele keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielen. Hier gibt es klügere Lösungen, wie beispielsweise einen kürzeren Einzelstab, den Hersteller wie Herter oder Parador anbieten. Achten Sie vor dem Kauf immer darauf, dass Raummaße und Parkett- bzw. Laminatgröße in einem geeigneten Verhältnis zueinander stehen.

Vom Parkett zum Laminat

Der klassische Holzfußboden war das Parkett aus Massivholz. Auch die Landhausdielen wurden früher vor allem als massive Vollholzvariante angeboten. Auch heute spiegeln vor allem diese massiven Landhausdielen den authentischen Charakter des Rohstoffes Holz am besten wider. Sie sind aber auch am teuersten. So verwundert es nicht, dass mit der Zeit nach günstigeren Alternativen für diesen Bodenbelag gesucht wurde. Weil das Format der Landhausdiele so beliebt war, eroberten sie Stück für Stück auch den Laminatbereich. Heute finden Sie im Handel sowohl klassische Landhausdielen als Massivholzparkett als auch mehrschichtige Landhausdielen im Bereich des Fertigparketts und solche als Laminat. Letztere liefern zwar noch den großzügigen Landhauslook, bestehen an der Oberfläche aber nicht mehr aus massivem Echtholz, sondern aus einer beschichteten Dekorfolie. Dafür sind sie preislich deutlich tiefer angesiedelt.

Weit mehr als Landhauslook

Zu Beginn dieses Artikels hatten wir Ihnen ein wenig über die Ursprünge der Landhausdielen berichtet. Ganz klassisch eignen sich Landhausdielen natürlich auch heute noch für den traditionellen Landhauslook. Aber die Hersteller haben erkannt, dass dieser Boden mehr kann, und öffneten sich hier für neue Möglichkeiten. Heute sind die großformatigen Dielen für nahezu jedes Ambiente geeignet. Hell und offen wirken Landhausdielen aus Ahorn, immer begehrt sind die klassischen Landhausdielen aus Eiche. Im Grunde aber ist nahezu jede Holzart denkbar: Buche, Esche, Nussbaum oder Kirsche und selbst Weichhölzer wie Kiefer, Fichte oder Lärche eignen sich hier. Diese breite Palette macht eines deutlich: Landhausdielen sind heute nahezu universell einsetzbar. Entscheiden Sie als Kunde selbst, ob Sie einen eher hellen und cleanen Look wünschen, rustikale oder stark nuancierende Holztöne bevorzugen. Fast alles ist hier möglich.

Mehr sehen und erfahren

Viele Hersteller bieten Showrooms an, in denen Sie die angebotenen Produkte auf großer Fläche betrachten können. Gerade bei einem Boden wie der Landhausdiele ist das ein interessantes Angebot, das Sie nutzen sollten. Darüber hinaus besteht immer auch die Möglichkeit, sich von einem Profi beraten zu lassen. Bevor Sie also vorschnell zu einem ungeeigneten Boden greifen und daran wenig Freude haben werden, empfehlen wir Ihnen diesen Schritt. Die Kontaktaufnahme kann schnell und völlig unkompliziert erfolgen, der Informationsgewinn ist dafür enorm und Sie sind sich vor dem Kauf absolut sicher, welcher Bodenbelag der richtige für Sie ist. Interessiert Sie dieses Angebot? Dann schicken Sie uns gerne eine kostenlose Anfrage!

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Einfamilienhaus von 1966: Grundsanierung + Renovierung: Beratung und Kosten?

Hallo, ich plane eine Komplettsanierung und Renovierung eines Einfamilienhauses aus dem Jahr 1966. Hierzu bin ich auf der Suche nach Kosteneinschätzungen und Fachprofis aus meiner Region: Was kostet eine Pelletheizung (zzgl. laufende Kosten) für ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche, 2 Kellerräume dazu wären vorhanden? Was kostet die Verlegung von Echtholzparkett, mittlere Preisklasse für ca. 115 qm, davon sind 23 qm Granit zu entfernen? Was kostet eine Vollwärmedämmung eines EFH mit ca. 220 qm zu isolierende Fläche? Was kostet ein Trockenbau von ca. 2 Meter? Was kostet die Entfernung von ca. 9 Meter nicht tragenden Innenwänden zu entfernen? Was kostet ein Bauleiter? Was kostet Teppich zu verlegen, mittlere Preisklasse, alter Teppich zu entsorgen, ca. 90 qm? Was kostet ein Türrahmen mit zwei Türen, Scharniere zu jeder Seite und zwei Schallschutztüren aus Holz, weiß? Was kostet ein neuer Sicherungskasten mit F1 Sicherungen? Was kostet ein neues Balkongelände, Stahl gebürstet ca. 3 Meter? Was kostet ein Maler für die komplette Streichung eines Hauses in weißer Farbe, ca. 250 qm inkl. Keller (leer geräumt)? Was kostet ein Außenanstrich eines EFH Hauses, Farbe Grau, ca. 200 qm Fläche?
Antwort von Energieberater Kruft

Das sind ja ganz schön viele Fragen:

Was kostet eine Pelletheizung (zzgl. laufende Kosten) für ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche, 2 Kellerräume dazu wären vorhanden?
Auf dem Lande ca. 20.000€ plus Lager, in Münschen etwa 10.000€ mehr


Was kostet eine Vollwärmedämmung eines EFH mit ca. 220 qm zu isolierende Fläche? Ohne Detailanpassungen 130 €/m² plus 20-30 € für ein System, das nicht nach 5 Jahren anfängt zu veralgen (mineralisches System), Öko nochmals 20-30 € extra (Schafwolle, Holzfaser, etc.)

-> mit Pellets+Vollwärmeschutz und noch ein wenig mehr ist sicherlich eine Förderung als Effizienzhaus möglich -> bis zu 30% Zuschuss, die man Vorher (!) beantragen muss, dazu kommt ggfs. noch BAFA und Bayern 10000

Was kostet ein Bauleiter? ohne Haftung 70-100 €/h brutto ansonsten nach HOAI= ca. Bausumme (inkl. Anteil mitzuverarbeitende Bausubtanz) x 5%

Was kostet ein Türrahmen mit zwei Türen, Scharniere zu jeder Seite und zwei Schallschutztüren aus Holz, weiß?


Was kostet ein Außenanstrich eines EFH Hauses, Farbe Grau, ca. 200 qm Fläche? mit Gerüst ca. 30-45 €/m²

Fußbodenheizung von 1982: Parkettboden nicht möglich?

Guten Tag, wir haben noch eine herkömmliche elektrische Fußbodenheizung, die 1982 eingebaut wurde. Jetzt wollten wir Parkett verlegen, doch es hieß, das sei nicht möglich. Durch die schnelle Erwärmung der Heizspiralen könnte das Holz arbeiten und sich verziehen. Stimmt das? Was raten Sie uns? Vielen Dank und freundliche Grüße!
Antwort von Willi Wunderlich

Parkettleger und Hersteller der FBH befragen, ist haarig.

Gruß, Wunderlich

Dehnungsfuge bei Fußbodenheizung vergessen

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben Anhydritestrich verlegen lassen und festgestellt, dass zwischen Wohnzimmer und Küche (getrennt steuerbare Fußbodenheizung und offene Wohnküche) die Dehnungsfuge vergessen wurde. Kann man hier nachträglich etwas korrigieren und wie bzw. muss man das überhaupt, da wir Landhausdiele/Parkett überall verlegen möchten? Vielen Dank und viele Grüße, Familie Müller
Antwort von Firma NATURAL-Energy - Energie-Umwelt-Konzepte UG

Sehr geehrte Familie Müller,

fragen sie ihren Installateur, wie er die Heizkreise für Küche und Wohnzimmer verlegt hat.
In dem Übergangs-Bereich zwischen Küche und Wohnzimmer werden wohl keine Heizschlangen verlegt sein.
Dann können sie mit einer Flex den Estrich aufschneiden und sie haben eine Dehnungsfuge.

Sie haben nur ein Problem mit ihrem Landhausdiele/Parkett. Denn Holz leitet die Wärme nicht.
Sie werden keine Wärme in ihrem Wohnzimmer/Küchen haben, bzw. sie müssen erhebliche Energie aufwenden müssen, um überhaupt etwas Wärme zu haben.

Gruß,
Johann Christl

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