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Akazienparkett: das widerstandsfähige Parkettholz

Wer ein Parkett aus dem Holz der Akazie kauft, tut dies nicht immer allein wegen der Optik. Denn dieses Holz hat schlagende Argumente, vor allem in puncto Widerstandsfähigkeit. Was die Akazie auszeichnet, warum sie eigentlich gar keine Akazie ist und in welchen Bereichen sie sogar besser als die Eiche ist, möchten wir Ihnen gerne näher erklären.
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Parkett aus Akazie: ein Holz mit vielen Namen

Eckdaten auf einen Blick
Herkunft: Australien, Europa, Amerika (Robinie), Afrika (echte Akazie)
Farbe: hellbraun mit gelblichen Nuancen
Brinellhärte: hart bis mittelhart
Holzdichte: hoch
Dauerhaftigkeitsklasse: 1 bis 2

Die Frage, wo die Akazie beheimatet ist, ist nicht mit einem einzigen Land zu beantworten. Denn der Baum wächst vielerorten und führt aufgrund seiner zahlreichen Unterarten schnell für Verwirrung. Denn botanisch gesehen gehört die Akazie zu den Robiniengewächsen. Obwohl miteinander verwandt, sind Robinie und Akazie aber nicht identisch. Während die Robinie den zweifelhaften Beinamen „Falsche Akazie“ führt, ist es eigentlich genau andersherum und sie steht zu Unrecht im Schatten der Akazie. Genau genommen sind die heimischen Bäume, die wir als Akazien kennen, im Grunde immer Robinien.

Baumstamm mit Borke einer RobinieRinde einer Robinie | Bildquelle: © Rebel - Fotolia.com

Echte Akazien wären zu kälteempfindlich, um den mitteleuropäischen Winter zu überleben. Sie wachsen zwar in Afrika, im Grunde ist aber anzunehmen, das nahezu alle Produkte, die wir aus Akazienholz in Europa kaufen, tatsächlich aus Robinienholz bestehen. So auch das Akazienparkett. Da aber nahezu alle Parketthersteller kein Robinienparkett, sondern eben Parkett der Akazie im Sortiment führen, verwenden wir diese Begrifflichkeit im folgenden Teil ebenfalls. Korrekt betrachtet sprechen wir aber immer vom Robinienholz, es sei denn, Sie erwerben ein seltenes Produkt von echtem Akazienparkett aus Afrika.

Die Scheinakazie oder Falsche Akazie, wie sie hierzulande auch genannt wird, wächst aufrecht und erreicht Wuchshöhen zwischen 12 und 30 Metern. Ihre rundliche Krone spannt sich wie ein schützender Schirm über den breiten, dunkelbraun und tiefgefurchten Stamm. Sie blüht von Mai bis Juni und bietet Insekten reichlich Nektar. Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, wächst die Robinie heute nahezu überall auf der Welt. Sie ist ein Gewächs mit geringen Ansprüchen an Standort und Bodenbeschaffenheit. Ganz im Gegensatz zur afrikanischen Namensvetterin, die getreu ihrer botanischen Zugehörigkeit zu den Mimosengewächsen, deutlich zimperlicher ist.

Optik des Parketts aus Akazie

Ein angenehmer und warmer Braunton, weder hell noch auffallend dunkel – so sieht das Robinien- bzw. Akazienparkett aus. Ein leicht gelblicher Ton verstärkt diese Wärme zudem noch. Die Struktur ist ausgeprägt und deutlich mit bloßem Auge erkennbar. Je nach Sortierung kann diese Intensität der Strukturierung etwas variieren, insgesamt handelt es sich bei diesem Parkett aber um ein optisch eher lebhaftes Produkt. Gerade das macht den Look aber aus, denn wer einen ruhigen Bodenbelag sucht, wird eher bei Ahorn glücklich.

Robinie Parkett der Firma Haro: Haro Parkett 4000 - Schiffsboden Bernsteinrobinie FavoritRobinie Parkett der Firma Haro: Haro Parkett 4000 - Schiffsboden Bernsteinrobinie Favorit | Bildquelle: © Hamberger Flooring GmbH & Co. KG

Warm und tiefgründig – so sieht Akazienparkett aus. Und so wird es auch von Kunden weltweit geliebt. Für die Raumwirkung in Ihrem Zuhause bedeutet das, dass Sie mit Parkett aus diesem Holz richtig liegen, wenn Sie eine warme Holzoptik wünschen, die wohnlich und gemütlich ist. Zu sehr cleanem und klarem Einrichtungsstil mit eher hellen und geradlinigen Möbeln passt dieses Parkett nur bedingt. Akazienholz ist warm und feurig, nicht zu aufdringlich, aber eben doch präsent. Die Maserung ist prägnant, wenn auch nicht unruhig, sondern überwiegend gleichmäßig.

Belastbarkeit von Akazien Parkett

Seine Belastbarkeit ist der große Trumpf dieses Parketts. Denn kaum ein anderes ist so widerstandsfähig wie dieses. Seine hohe Holzdichte liegt über der der bereits sehr dichten Eiche, die Dauerhaftigkeitsklasse ist mit einer Kategorie 1-2 sehr gut.

Konkret ordnen die Dauerhaftigkeitsklassen ein, wie widerstandsfähig ein Holz gegen holzzerstörende Pilze oder Schädlinge ist. In den Kategorien 1 bis 5 wird klassifiziert: die Akazie erreicht exzellente 1-2, ist also als dauerhaft bis sehr dauerhaft anzusehen. Was dem Ganzen die Krone aufsetzt, ist jedoch die besondere Nässebeständigkeit der Akazie. Zwar sollten Sie auch Akazienparkett nicht mit stehender Nässe belasten. Feucht durchwischen und kurzzeitiger Kontakt mit Nässe stellt für dieses Parkett jedoch kein Problem dar. Genau diese Eigenschaft macht das Holz auch zu einem beliebten Werkstoff für Accessoires in Küche und Bad und auch für Parkett im Außenbereich.

Die gute bis sehr gute Brinellhärte ergänzt die Vorzüge des Parketts im Bereich Belastbarkeit zudem und macht das Produkt weniger anfällig gegenüber Stößen.

Die Akazie und ihr Parkett in der Praxis

Dieses Parkett quillt dank seiner guten Nässetoleranz deutlich seltener auf als andere Holzarten. Das macht Akazienparkett in der Praxis zu einem alltagstauglichen Produkt, denn die regelmäßige Pflege und das Reinigen des Parketts wird dadurch deutlich unkomplizierter. Auch wenn Sie einmal umgestalten und dafür schwere Möbel rücken müssen, verzeiht die Akazie mit ihrer guten Brinellhärte dies schneller, als es ein weiches Holz wie die Fichte oder die europäische Lärche tun würde.

Dennoch muss das wohl härteste Holz Europas auch mit kleinen Abzügen leben. Da sich dieses Parkett als lediglich mittelmäßig formstabil zeigt und sich der Umgebungstemperatur schnell anpasst, neigt es dazu, sich zu verziehen. Professionell verlegt ist dies in der Regel kein Problem, wenn genug Randabstandsflächen berücksichtigt werden. Für eine Verlegung auf einer Fußbodenheizung disqualifiziert sich dieses Parkett dadurch jedoch. In der Praxis erwerben Sie hier also ein hartes, widerstandsfähiges Produkt in einem warmen Look, das jedoch ohne Fußbodenheizung auskommen muss. Die Preise sind im mittleren Segment angesiedelt. Je nachdem, welche Ausstattung Sie für Ihr Parkett aus Akazie wünschen, welche Versiegelung und Form das Parkett haben soll, variieren diese. Insgesamt zählt das harte Holz weder zu den günstigsten noch zu den teuersten Holzarten.

Pro und Kontra Akazienparkett

Klare Vorteile, einige Abzüge und vor allem große Verwirrung aufgrund der zahlreichen Namen: Die Akazie als Parkett zusammengefasst in Vorteile und Nachteile, sieht wie folgt aus:

Vorteile von Akazien Parkett Nachteile von Akazien Parkett
sehr gute Härte und Widerstandskraft mittelmäßig formstabil
eignet sich auch für den gewerblichen Bereich nicht für die Verlegung auf einer Fußbodenheizung geeignet
warmer, angenehmer Braunton
gute Nässebeständigkeit
einfache Pflege

Wer verlegt mein Akazienparkett?

Akazie, Robinie, Scheinakazie, Falsche Akazie – kein Wunder, wenn Laien hier schnell den Überblick verlieren. Um das wirklich robuste und attraktive Akazienparkett in Ihrem zu Hause verlegen zu lassen, empfehlen wir Ihnen, sich Rat beim Fachmann zu holen. Die Farbtöne sind teilweise eher gelblich, manchmal satt mittelbraun, sodass eine Sichtung vor Ort hier anzuraten ist. Wer Ihnen zum Thema weiterhelfen kann, verraten wir Ihnen gerne kostenlos und völlig transparent. Nutzen Sie unser Angebot und gönnen Sie sich dieses besondere Holz für Ihren Wohntraum.

Weitere Holzarten für Parkettböden finden Sie in unserer Übersicht.