Parkettvergleich: Stärken, Schwächen & Unterschiede

Wer sich einen Parkettboden wünscht, hat zu Beginn meist vor allem einen Antrieb: Ein Holzboden soll es sein. Doch derer gibt es viele. Das Kompromissprodukt Laminat einmal außen vor gelassen, tummeln sich auch im Bereich Parkettböden zahlreiche Varianten. Deren Charakteristika, Vor- und Nachteile, aber auch die klaren Unterschiede möchten wir Ihnen zeigen. Denn es macht durchaus einen Unterschied, welches Parkett Sie kaufen. Fertigparkett oder Mehrschichtparkett und dort dann eher 2 Schicht oder 3 Schicht Parkett ist eine Entscheidung, die ohne weitere Informationen nicht leicht zu treffen ist. Unsere nachfolgende Übersicht kann Sie hierbei etwas unterstützen.
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ParkettParkettarten vergleichen

Die Parkettarten im Vergleich: Unterschiede nicht nur im Preis

Sehen wir uns die verschiedenen Parkettarten einmal genauer an, um eine erste Einordnung zu erhalten:

Parkettart Merkmale Vorteile Nachteile
Massivparkett - massives Holz in einer Schicht
- Nutzschicht ca. 10 - 20 mm
- langlebig
- kann oft renoviert werden
- kompatibel mit Fußbodenheizung
- variable Verlegemuster
- leiser Fußboden
- aufwendig in der Verlegung
- muss verklebt werden
- benötigt eine Endbehandlung nach dem Verlegen
- oberes Preisniveau
2 Schicht Parkett - mehrschichtiger Aufbau (2 Schichten)
- Nutzschicht ca. 3 - 6 mm
- komfortabel mit Fußbodenheizung
- meist keine Endbehandlung nötig
- variable Verlegemuster
- leiser Fußboden
- aufwendig in der Verlegung
- muss verklebt werden
- Renovierungsoption und Preis zwischen Massiv- und 3-Schicht-Parkett angesiedelt

3 Schicht Parkett - mehrschichtiger Aufbau (3 Schichten)
- Nutzschicht ca. 1,5 - 4 mm
- einfache Verlegung im Klicksystem (schwimmend)
- moderate bis günstige Preise
- bereits bei Kauf endbehandelt
- Abstriche bei einer Fußbodenheizung
- ggf. Nachdunkeln der Fugen möglich
- kann nur bedingt renoviert werden
- hemmt Trittschall weniger stark

Mehrschichtparkett oder Massivparkett?

Die erste Frage, die Sie für sich klären sollten ist die, ob es ein Mehrschichtparkett oder Massivparkett sein soll. Unter die Kategorie Mehrschichtparkett fallen dann die Varianten 2 Schicht oder 3 Schicht Parkett. Das Mehrschichtparkett wird alternativ häufig als Fertigparkett bezeichnet, was Laien zusätzlich verwirren könnte. Geht es also zunächst darum, ob es massiv oder mehrschichtig sein soll, empfehlen wir Ihnen, sich folgende Dinge zu überlegen:

  • Ist Ihnen eine sehr naturnahe Optik und natürliche Haptik wichtig?
  • Möchten Sie den Boden für viele Jahre im Raum belassen?
  • Ist es Ihnen wichtig, dass der Parkettboden renoviert, also beispielsweise mehrfach abgeschliffen werden kann?

Dann sind dies klare Argumente, die für den Kauf eines Massivparketts sprechen. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass Sie bestimmte Abstriche in Kauf nehmen müssen, beispielsweise die etwas aufwendigere Verlegung oder auch die höheren Kosten.

Für ein Mehrschichtparkett spricht viel, wenn Sie folgende Fragen bejahen würden:

  • Suchen Sie ein Parkett mit moderaten oder gar günstigen Preisen?
  • Möchten Sie den Boden schnell verlegen können?
  • Können Sie auf eine gute Heizleistung in Kombination mit einer Fußbodenheizung verzichten?
  • Möchten Sie den Boden sofort begehen können?

Konkret zusammengefasst ist das Massivparkett die wertigere Variante. Hier bekommen Sie eine dickere Nutzschicht, die die eine oder andere Renovierung ermöglicht. Dafür muss der Boden nach dem Verlegen aber noch versiegelt werden und ist meist spürbar teurer. Das Mehrschichtparkett sorgt im Gegenzug für mehr Komfort. Die Verlegung läuft hier schneller und unkomplizierter, viele Mehrschichtparkette, besonders die dreischichtigen Produkte, sind bereits endversiegelt und dadurch schneller nutzbar. Die Preise sind günstiger als die des Massivholzparketts.

2 Schicht oder 3 Schicht Parkett?

Sofern Sie sich für ein Mehrschichtparkett interessieren gilt es jetzt, genauer zu differenzieren. Denn Mehrschichtparkett ist nicht gleich Mehrschichtparkett. Sie können zwischen 2 Schicht Parkett oder 3 Schicht Parkett wählen. Der Name verrät bereits, wo der Unterschied liegt. Das Zweischichtparkett besteht aus nur zwei Schichten, der Nutzschicht und der Trägerplatte. Beim Dreischichtparkett ist es eine Schicht mehr, der sogenannte Gegenzug an der Unterseite. Dieser stabilisiert die Platten und ermöglicht eine schwimmende Verlegung. Stellen Sie sich vor Ihrer Kaufentscheidung folgende Fragen:

  • Möchten Sie ein stabiles Parkett, das abgeschliffen werden kann?
  • Soll das Parkett über einer Fußbodenheizung verlegt werden?

Dann ist das 2 Schicht Parkett für Sie gut geeignet. 3 Schichten sind empfehlenswert, wenn Ihr Fokus eher auf folgenden Dingen liegt:

  • Suchen Sie ein günstiges Parkett?
  • Soll das Parkett sofort begehbar sein?
  • Wünschen Sie sich eine schnelle Verlegung ohne Klebstoff?

Vergleichen wir die Varianten miteinander, stellt das 3 Schicht Parkett die kostengünstigere und komfortablere Möglichkeit dar. Dafür erlaubt die dünne Nutzschicht aber nur wenige Renovierungen. Das Zweischichtparkett ist eine Zwischenlösung zwischen Fertigparkett oder Massivparkett, denn es vereint die Vorteile beider Varianten in sich. Zweischichtiges Parkett lässt sich renovieren und eignet sich dank der verklebten Verlegung auch als Bodenbelag über einer Fußbodenheizung. Dafür ist es teurer als Dreischichtparkett und weniger langlebig als Massivparkett.

Je mehr Komfort, desto weniger Langlebigkeit

Fertigparkett ist schnell verlegt, dafür weniger langlebig. Massivparkett sehr stabil, aber teuer. Am Ende ist wohl keine Variante besser oder schlechter, sondern es kommt auf Ihre Ansprüche an. Soll der Boden in einer Mietwohnung verlegt werden oder für lange Zeit im selben Raum bleiben? Wie heizen Sie? All diese Faktoren sollten Sie berücksichtigen. Sofern Sie unsicher sind, hilft Ihnen ein ausgebildeter Bodenverleger dabei, das richtige Parkett zu finden. Unsere Branchensuche führt Sie kostenlos zu einem Profi in Ihrer Region.

Weiterlesen zum Thema "Wie teuer ist Parkettboden?"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Parkett

Einfamilienhaus von 1966: Grundsanierung + Renovierung: Beratung und Kosten?

Hallo, ich plane eine Komplettsanierung und Renovierung eines Einfamilienhauses aus dem Jahr 1966. Hierzu bin ich auf der Suche nach Kosteneinschätzungen und Fachprofis aus meiner Region: Was kostet eine Pelletheizung (zzgl. laufende Kosten) für ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche, 2 Kellerräume dazu wären vorhanden? Was kostet die Verlegung von Echtholzparkett, mittlere Preisklasse für ca. 115 qm, davon sind 23 qm Granit zu entfernen? Was kostet eine Vollwärmedämmung eines EFH mit ca. 220 qm zu isolierende Fläche? Was kostet ein Trockenbau von ca. 2 Meter? Was kostet die Entfernung von ca. 9 Meter nicht tragenden Innenwänden zu entfernen? Was kostet ein Bauleiter? Was kostet Teppich zu verlegen, mittlere Preisklasse, alter Teppich zu entsorgen, ca. 90 qm? Was kostet ein Türrahmen mit zwei Türen, Scharniere zu jeder Seite und zwei Schallschutztüren aus Holz, weiß? Was kostet ein neuer Sicherungskasten mit F1 Sicherungen? Was kostet ein neues Balkongelände, Stahl gebürstet ca. 3 Meter? Was kostet ein Maler für die komplette Streichung eines Hauses in weißer Farbe, ca. 250 qm inkl. Keller (leer geräumt)? Was kostet ein Außenanstrich eines EFH Hauses, Farbe Grau, ca. 200 qm Fläche?
Antwort von Energieberater Kruft

Das sind ja ganz schön viele Fragen:

Was kostet eine Pelletheizung (zzgl. laufende Kosten) für ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche, 2 Kellerräume dazu wären vorhanden?
Auf dem Lande ca. 20.000€ plus Lager, in Münschen etwa 10.000€ mehr


Was kostet eine Vollwärmedämmung eines EFH mit ca. 220 qm zu isolierende Fläche? Ohne Detailanpassungen 130 €/m² plus 20-30 € für ein System, das nicht nach 5 Jahren anfängt zu veralgen (mineralisches System), Öko nochmals 20-30 € extra (Schafwolle, Holzfaser, etc.)

-> mit Pellets+Vollwärmeschutz und noch ein wenig mehr ist sicherlich eine Förderung als Effizienzhaus möglich -> bis zu 30% Zuschuss, die man Vorher (!) beantragen muss, dazu kommt ggfs. noch BAFA und Bayern 10000

Was kostet ein Bauleiter? ohne Haftung 70-100 €/h brutto ansonsten nach HOAI= ca. Bausumme (inkl. Anteil mitzuverarbeitende Bausubtanz) x 5%

Was kostet ein Türrahmen mit zwei Türen, Scharniere zu jeder Seite und zwei Schallschutztüren aus Holz, weiß?


Was kostet ein Außenanstrich eines EFH Hauses, Farbe Grau, ca. 200 qm Fläche? mit Gerüst ca. 30-45 €/m²

Fußbodenheizung von 1982: Parkettboden nicht möglich?

Guten Tag, wir haben noch eine herkömmliche elektrische Fußbodenheizung, die 1982 eingebaut wurde. Jetzt wollten wir Parkett verlegen, doch es hieß, das sei nicht möglich. Durch die schnelle Erwärmung der Heizspiralen könnte das Holz arbeiten und sich verziehen. Stimmt das? Was raten Sie uns? Vielen Dank und freundliche Grüße!
Antwort von Willi Wunderlich

Parkettleger und Hersteller der FBH befragen, ist haarig.

Gruß, Wunderlich

Dehnungsfuge bei Fußbodenheizung vergessen

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben Anhydritestrich verlegen lassen und festgestellt, dass zwischen Wohnzimmer und Küche (getrennt steuerbare Fußbodenheizung und offene Wohnküche) die Dehnungsfuge vergessen wurde. Kann man hier nachträglich etwas korrigieren und wie bzw. muss man das überhaupt, da wir Landhausdiele/Parkett überall verlegen möchten? Vielen Dank und viele Grüße, Familie Müller
Antwort von Firma NATURAL-Energy - Energie-Umwelt-Konzepte UG

Sehr geehrte Familie Müller,

fragen sie ihren Installateur, wie er die Heizkreise für Küche und Wohnzimmer verlegt hat.
In dem Übergangs-Bereich zwischen Küche und Wohnzimmer werden wohl keine Heizschlangen verlegt sein.
Dann können sie mit einer Flex den Estrich aufschneiden und sie haben eine Dehnungsfuge.

Sie haben nur ein Problem mit ihrem Landhausdiele/Parkett. Denn Holz leitet die Wärme nicht.
Sie werden keine Wärme in ihrem Wohnzimmer/Küchen haben, bzw. sie müssen erhebliche Energie aufwenden müssen, um überhaupt etwas Wärme zu haben.

Gruß,
Johann Christl

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